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Darts: Münsterlandliga

Auch der DC Coerder Team kann sich einen Clemens-Effekt vorstellen

Münster

Der DC Coerder Team macht sich berechtigte Hoffnungen, dass der Darts-Sport in Münster durch den Erfolg von Gabriel Clemens bei der WM in London einen Aufschwung erfährt. Die Kombo aus der Münsterlandliga ist in ihrem Sport allerdings schon seit Jahrzehnten unterwegs.

Von Tim Kosel

Entspanntes Sit-In in der Scheibenwelt: Die Aktiven des DC Coerder Team. Foto: Darts

Über die Erfolgsgeschichte von Gabriel Clemens bei der Darts-WM freuten sich nicht nur Millionen TV-Zuschauer. Auch Wolfgang Wittler vom DC Coerder Team sah, wie sich der Deutsche bis ins Halbfinale warf. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins aus dem Jahr 1989, dem mittlerweile 16 aktive Spieler angehören. Weitere könnten nun folgen.

Rund um die Weltmeisterschaft sei immer ein gesteigertes Interesse am Sport zu erkennen. „Wenn ein Deutscher so abschneidet, dann könnte der Zulauf riesig werden“, zeigt sich Wittler euphorisch. In den vergangenen zwei Jahren sei durch die Pandemie zwar vieles „kaputtgegangen“, doch mittlerweile sei der Darts-Treff wieder die gewohnte Anlaufstelle für Enthusiasten geworden. Der Club kommt wöchentlich am Freitagabend im Gasthaus „Mauritius“ an der Warendorfer Straße zusammen. Interessenten sind „herzlich eingeladen“, sich an der Scheibe auszuprobieren.

Spielbetrieb mit 32 Mannschaften

Der DC tritt allerdings nicht aus Spaß an. In der traditionsreichen Münsterlandliga haben Wittler und Co. schon 15 Meisterschaften eingeheimst. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr ist der Darts Club auch in dieser Saison wieder auf einem vielversprechenden Weg, sich zum besten Hobby-Team der Region zu machen. Der offene Spielbetrieb beherbergt mittlerweile stolze 32 Mannschaften, die in drei Ligen aufgeteilt sind.

Wolfgang Wittler

„Der Ursprung des Darts im Münsterland geht auf in Münster stationierte englische Soldaten in den 70ern zurück“, erklärt Wittler. Dieser Einfluss sei mittlerweile kaum noch zu erkennen. Es habe sich stattdessen eine echte deutsche Community gebildet. Denn neben den Coerdern treten zwei weitere Vereine aus der Stadt in der Liga an. Hinzu kommt der DC Vikings Münster, der sogar in der 2. Bundesliga antritt und sich darüber hinaus das „Mauritius“ mit dem Coerder Team teilt. Der eine oder andere Kniff wurde schon ausgetauscht. Von Profis lernt man schließlich am besten. So wird auch Gabriel Clemens eines Tages begonnen haben. Bei ihm hat es zwar nicht für den ganz großen Wurf gereicht, allerdings könnte er dafür gesorgt haben, dass bei manchem Club demnächst die Türen eingerannt werden.

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