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Basketball: 2. Regionalliga

Aufstiegsaktie des UBC II nach Niederlage beim TVO Biggesee stark gefallen

Münster

Der UBC Münster II hat das Spitzenspiel in der 2. Regionalliga verloren. Beim TVO Biggesee in Olpe unterlagen die Westfalen mit 86:91 (42:41) und liegen einen Spieltag vor Saisonende zwei Punkte zurück. Immerhin spricht der direkte Vergleich für den UBC, der für sein Meisterstück nun Schützenhilfe aus Dortmund braucht.

Von Henner Henningund

Alex Goolsby und der UBC II unterlagen im Spitzenspiel in Olpe und haben im Aufstiegskampf nun die schlechteren Karten. Foto: Wilfried Hiegemann

Eine endgültige Entscheidung, wer am Saisonende der 2. Basketball-Regionalliga die Meisterschaft feiern darf, ist am vergangenen Samstag noch nicht gefallen. Diese Tatsache heißt im Umkehrschluss, dass der UBC Münster II das Spitzenspiel beim TVO Biggesee verloren hat. Denn hätte sich das Team von Trainer Christoph Schneider im Sauerland durchgesetzt, wäre es sicher und vorzeitig der Aufsteiger gewesen. Doch nach dem 86:91 (42:41) sind Münsters Aktien stark gefallen, der UBC muss nun bei einem eigenen Sieg gegen den TuS Iserlohn auf einen TVO-Ausrutscher beim Tabellensiebten SVD 49 Dortmund hoffen – um dann bei Punktgleichheit mit dem gewonnenen direkten Vergleich wieder an Biggesee vorbeizuziehen.

Den Konjunktiv hätte sich der UBC gerne vor dem letzten Spieltag erspart. Der Gast hatte sich im Top-Duell zunächst auch mehrfach kleinere Vorteile (15:10, 21:16) herausgespielt und führte auch 50 Sekunden vor der Halbzeitsirene mit 42:35. Doch Shawn Scott, Amerikaner in TVO-Diensten nutzte einen der zahlreichen UBC-Ballverluste zum Steal, schloss per Dunking ab und nahm dabei noch ein unsportliches Foul von Alex Goolsby mit. Den folgenden Ballbesitz verwertete der „überragend spielende“ Marcel Weiß zum 41:42 für den TVO. Die 300 Zuschauer in der kleinen und „wahnsinnig lauten“ Halle schickten ihr Team mit Standing Ovations in die Pause, Münster dagegen war beeindruckt.

Andrej König mit 31 Punkten

„Der TVO ist dann frenetisch und euphorisiert aus der Kabine gekommen, und wir haben es nicht geschafft, uns das Momentum zurückzuholen“, erklärte Schneider. Zwar blieben seine Schützlinge stets in Reichweite, machten sich aber durch eigene Fehler immer wieder das Leben zu schwer. „Wir haben 20 Punkte nach Turnovern kassiert“, rechnete Schneider vor. So lag Münster nach zwei Weiß-Dreiern mit 73:78 zurück, Jan (13 Punkte) und Andrej König (31) sowie Goolsby (25) hielten ihre Farben aber im Spiel. 91 Sekunden vor Schluss verkürzte Stephan Kreutzer auf 84:87 – der UBC war wieder dran.

Schneider: „Biggesee mit richtigen Antworten“

Doch erneut Weiß schockte den Gast endgültig, die dritte Saisonniederlage war nicht mehr zu verhindern. „Biggesee hat wahnsinnig viel investiert, immer die richtigen Antworten gefunden und hat seine Möglichkeiten konsequent genutzt. Wir dagegen haben unsere Chancen nicht verwertet. Jetzt wollen wir die Saison noch mit einem Sieg beenden“, sagte Schneider. Und was der dann noch Wert ist, wird sich parallel in Dortmund zeigen.

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