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Volleyball: 2. Bundesliga

Volleys vs. Schüttorf: Bürings Reise in die Vergangenheit

Münster

Das Zweitliga-Duell zwischen den Orderbase Volleys und dem FC Schüttorf hat eine ganz spezielle Note. Gästecoach Axel Büring, ehemals sehr erfolgreicher Trainer des USC, kehrt an einen ganz besonderen Ort zurück.

Für kurze Zeit zurück in Münster: Axel Büring. Mit dem USC gewann er nicht weniger als zehn Titel. Foto: Johannes Oetz

Vor drei Jahren war Axel Büring „dann mal weg“. Fort aus Münster, fort von den Freunden, fort vom Gewohnten. Jahrzehnte hatte Büring, inzwischen 55-jährig und zweifacher Familienvater, in Amelsbüren gewohnt. Eine kleine Perle im Süden der Stadt, der Hobbyjäger mochte das Idyll mit Nähe zur Natur. Inzwischen lebt er mit Ehefrau Andrea (ehemals Berg) und den zwei Kindern in Volzel und damit noch ein wenig beschaulicher als früher. Nach Auskunft des Neubürgers haben im Ortsteil der Samtgemeinde Emlichheim exakt 79 Menschen ihr Zuhause.

Vermutlich sind Axel und Andrea Büring die einzigen mit Wikipedia-Eintrag. Er, der geschätzte Volleyball-Trainer, hat den USC Münster zwischen 1996 und 2005 viermal zur Deutschen Meisterschaft, fünfmal auf den Pokal-Thron und sogar einem zum Triumph im europäischen CEV-Pokal-Wettbewerb geführt. Sie, die ehemalige Nationalspielerin, war an vier Titeln unmittelbar beteiligt. Seit 2017 sind sie miteinander verheiratet und haben später in der Heimat der 41-Jährigen ein Eigenheim gebaut.

Büring: Hausmann mit halber Stelle

Axel Büring räumt ein, dass er nicht mehr oft nach Münster komme. An diesem Samstag führen ihn Profession und Sport zurück in die Domstadt. Zweitligist FC Schüttorf 09 hatte den dekorierten Trainer kurz nach dessen Umzug in die Grafschaft Bentheim beschäftigt. Büring, ehemals Vollprofi, engagiert sich „auf einer halben Stelle“, dazu sei er Hausmann und in Summe ohnehin gut beschäftigt. „Langweilig wird mir ganz gewiss nicht“, sagt er.

Beim Sport sowieso nie. Das Zweitliga-Duell mit Aufsteiger Orderbase Volleys (19 Uhr, Unihalle) weckt bei ihm besondere Erinnerungen. Speziell die Sporthalle am Horstmarer Landweg. „Bei Spielen der Männer hatte ich damals meine ersten Berührungen mit dem Volleyball. Der USC hieß noch USC Medico. Sowohl wir als auch die Basketballer waren unter diesem Dach organisiert“, weiß Büring: „Ich kann nicht verhehlen, dass dieser Ort für mich bis heute eine besondere Adresse ist.“

Viele bekannte Gesichter und eine Kiste Bier

Ohnehin wird der Trip nach Münster für Büring eine kleine Reise in die Vergangenheit. Ein Jahr nach der Trennung vom USC (2015, angeschoben vom Verein) heuerte der frühere Zweitligaspieler beim TSC Gievenbeck an. Vier Jahre coachte er dort das Drittliga-Team und legte mit der Ausbildung hungriger Talente das Fundament für den späteren Aufstieg des Clubs in die 2. Bundesliga.

An diesem Samstag kommt es im Punktspiel bei den Gievenbeckern, die seit Saisonbeginn unter Orderbase Volleys firmieren, zum Wiedersehen. Büring, der von Gattin Andrea begleitet wird, weiß, „dass ich viele bekannte Gesichter treffen werde“ und hat deshalb für die Zeit nach dem Schlagabtausch vorgesorgt. „Vermutlich werden einige Sportsfreunde ein bisschen länger als gewöhnlich bleiben. Deshalb schiebe ich mal eine Kiste Bier in die Mitte, bevor wir wieder weg sind.“

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