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K+K-Cup: Großer Preis von Münster

Belgisches Duo vor Philipp Schulze Topphoff

Münster

Die jungen Wilden haben den Großen K+K-Preis von Münster dominiert. Beim abschließenden Springen des fünftägigen Turniers in der Halle Münsterland lag ein U-25-Trio ganz vorne. Lokalmatador Philipp Schulze Topphoff wurde Dritter, der Belgier Andres Vereecke gewann mit Igor, der einst beim Kauf ein echtes Schnäppchen war.

Henner Henning

Gilles Thomas war beim K+K-Cup in Münster der beste U-25-Reiter – auch weil der Belgier beim Sieg seines Landsmannes Andres Vereecke im Großen Preis den zweiten Platz belegte. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Farben Schwarz-Gold-Rot waren die dominierenden im Großen K+K-Preis von Münster. Andres Vereecke, der schon am Samstag das Championat gewonnen hatte, war auch beim krönenden Abschluss des Hallenturniers der strahlende Sieger. Im Sattel von Igor setzte er sich im Stechen durch, verwies mit Gilles Thomas einen Landsmann auf den zweiten Platz und ist damit nach 16 Jahren und dem Erfolg von Hugo Simon (Österreich) der erste ausländische Sieger. Hinter den Gästen aus Belgien, die mit Vereeckes Vater Koen auf Platz elf einen weiteren Reiter hatten, rundete Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel) als Dritter sein Top-Wochenende ab.

Es dauerte etwas, ehe der Große Preis vor ausverkauftem Haus in Schwung kam, 15 Starter waren vergeblich einer Nullrunde hinterhergejagt. Dann löste Manuel Feldmann mit einem Paukenschlag den Knoten, sein Wallach Upercut du Very trat bei einer Wendung auskeilend vor die Bande und rüttelte damit die Zuschauer in Block O mächtig wach. Und offenbar auch die Konkkurrenz, mit Pia-Katharina Beeking und dem später viertplatzierten Hendrik Dowe (er ritt Fabregas) folgten direkt zwei der zwölf Teilnehmer für das Stechen.

In dem war es Thomas vorbehalten, eine erste Duftmarke zu setzen. Mit seiner Stute Calleryama war er der Erste, der auf dem Weg zum Schlusssprung eine ganz enge Linie wählte und damit in 35,50 Sekunde Dowes Zeit deutlich unterbot. Ein starker Auftritt des 21 Jahre alten Belgiers, der wie die Vereeickes erstmals beim K+K-Cup dabei war – und diesen in bester Erinnerung behalten wird. Schließlich gewann er die in diesem Jahr erstmals ausgelobte Sonderwertung für U-25-Reiter vor Lara Weber und dem Schweizer Reto Weishaupt.

In die Riege der jungen Wilden gehört auch Schulze Topphoff. Schon am Freitag hatte sich der Havixbecker mit dem Sieg in der ersten Qualifikation zum Großen Preis ins Rampenlicht geschoben, nun legte er mit Concordess mit zwei blitzsauberen Runden nach. Im Stechen wählte er dann die sichere Variante und entschied sich gegen den Thomas-Weg. „Der stand für mich nicht in Frage, das hat für Concordess nicht gepasst. Aber der dritte Platz ist für mich ein Meilenstein“, sagte der 21-jährige U-21-Europameister, der nach 37,18 Sekunden die Uhr stoppen ließ.

Seinen Angriff und auch der Versuch von Hans-Thorben Rüder – er war mit Compagnon nach 35,84 Sekunden, aber mit einem Abwurf im Ziel – hatte Thomas abgewehrt, dem Ritt seines Landsmanns Andres Vereecke dagegen hielt die Vorgabe nicht Stand. Schon nach dem ersten Sprung war klar: Der Championatssieger vom Samstag war noch nicht satt. Nachdem er sich nach einer ruckeligen Landung geschickt im Sattel gehalten hatte, gab der belgische Hallenmeister richtig Gas. „Nach dem ersten Hindernis hat sich Igor schneller gedreht als gedacht. Da musste ich meine Balance finden und durfte nicht mehr so viel Zeit verlieren“, meinte Vereecke, dessen Onkel den Wallach Igor sowie dessen Bruder Hassan für 750 Euro in Belgien ersteigert hatte. Ein Schnäppchen, wie sich nicht erst beim K+K-Cup, aber hier noch einmal ganz besonders eindrucksvoll, zeigte.

Ganz neben bei trat Vereecke in die Fußstapfen von Katrin Eckermann. Sie hatte 2019 den Großen Preis sowie das Championat gewonnen. „Das war ein unglaubliches Wochenende“, sagte Verreecke. Wohl wahr.

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