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American Football: Regionalliga

Blackhawks bauen Siegesserie auch gegen Gamecocks aus

Münster

Der Erfolg ist hart erarbeitet, keine Frage – aber er ist inzwischen keine echte Überraschung mehr. In der Football-Regionalliga ziehen die Münster Blackhawks nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze. Kein Wunder, dass der mögliche Durchmarsch langsam zum Thema wird.

Von Michael Schulte

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? Alle, hier nimmt es Blackhawk Chris Busse gleich mit vier Gegenspielern aus Bonn auf – und setzt sich durch. Foto: Wilfried Hiegemann

Nachdem Alexander Naretz den Abstiegskampf offiziell für gewonnen erklärt hat, muss sich der Cheftrainer der Münster Blackhawks nun in eine andere Richtung orientieren. Denn die Siegesserie der Schwarz-Gelben in der Regionalliga West nimmt inzwischen beängstigende Formen an. Auch das sechste von sechs Spielen gestalteten Münsters Footballer siegreich, am Samstag mussten die Gamecocks aus Bonn mit einer Niederlage die Heimreise antreten. Dass ein Aufsteiger diese Liga so dominiert, das konnte wohl niemand erwarten. Außer Naretz, der insgeheim damit wohl gerechnet hat. Nach dem 16:7 über Bonn sprach er davon, dass beide Mannschaften wohl nicht in die 3. Liga gehören: „Beide Teams könnten in der 2. Liga bestehen, da bin ich mir sicher.“

„Unfassbar schweres Spiel“

In dieses Lob für sein Team bezog er den Gast gleich mit ein. Nachvollziehbar. Denn vorausgegangen war eine unglaublich zähe, taktisch geprägte und stets umkämpfte Partie. Erneut mit dem besseren Ende für die Blackhawks. „Weil unsere Defense einmal mehr voll überzeugt hat und wir im richtigen Moment auch vorne zur Stelle waren.“ Dass die Partie Nerven und auch Körner gekostet hatte, war sogar dem Coach anzusehen. Reichlich erhitzt, ziemlich geschlaucht, aber auch sehr glücklich attestierte Naretz seiner Truppe erneut eine großartige Leistung „in einem unfassbar schweren Spiel“. Dass man das Hinspiel noch mit 38:14 in Bonn klar dominiert hatte, war für ihn kein Maßstab: „Wer denkt, dass wir jedes Spiel 50:0 gewinnen können, der hat die 3. Liga nicht verstanden.“

Bonn gut auf die Blackhawks eingestellt

Die Gäste hatten sich viel vorgenommen und bestens vorbereitet. Dass die Bonner das „Playbook“ der Münsteraner genau kannten, war Naretz vorher klar. „Darauf haben wir uns eingestellt und unser Spiel ein wenig umgestellt.“ Dass die Bonner die Partie siegreich gestalten wollten, das hatten sie sich zur Pause noch fest vorgenommen. „Wenn jeder seinen Job macht, dann gewinnen wir hier“, hatte der Gästecoach seinen Mannen ins Stammbuch geschrieben. Allein, da spielten die Blackhawks nicht mit.

Sie waren früh in Führung gegangen, als Jannik Goltermann der Touchdown und Marcel Kolev der Zusatzpunkt gelang. Aber dieses 7:0 wurde im zweiten Viertel schon wieder egalisiert. Nun war es erst Kolev mit einem Field Goal zum 10:7 und dann der verlässliche Scorer Chris Busse mit einem Touchdown, die auf 16:7 stellten und damit auch schon das Endergebnis gesichert hatten. Für den Chefcoach waren die Punktesammler aber nicht allein entscheidend für den Erfolg. Naretz war es am Samstag besonders wichtig, seiner Defensivabteilung ein Pauschallob zu zollen, um dann aber doch Jonas Sobierey daraus noch einmal besonders herauszuheben. „Er war Bombe.“

So wie die ganze Mannschaft, die die Regionalliga offensichtlich nur als Durchlaufstation auf dem Weg in die 2. Liga ansieht. Der Abstieg ist abgewehrt, jetzt kann dann ja der Aufstieg kommen.

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