1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Blauer Stern überstrahlt alles

  8. >

Rudern: RV Münster setzt Statement im Nachwuchsbereich

Blauer Stern überstrahlt alles

Münster

Wenn bei anderen Rudervereinen die personellen Ressourcen knapp und die Besatzungen zusammengewürfelt werden, schöpft der RV Münster aus dem Vollen. Bei den Deutschen U-23-Meisterschaften stellte Münster den einzigen reinen Vereinsachter in ganz Deutschland – und das auf höchstem Niveau. Sicher kein Zufall, denn im U-17-Bereich reift schon ein Versprechen für die Zukunft heran.

Steuerfrau Lilly Langenhorst hält den RVM-Achter mit Tobit Gerritens, Ole Kruse, Sönke Kruse, John Heithoff, Aaron Schlüter Max Kern, Leonard Bührke, Ivan Maidachevskyi. Foto: RVM

Der RV Münster setzt Maßstäbe: Mit 39 Nachwuchsathleten und -Athletinnen war der Ruderverein aus Münster bei den Deutschen Jungend-Meisterschaften auf dem Essener Baldeneysee vertreten. Kaum eine Bootsklasse von der U 17 bis zur U 23, in der der blaue Stern des RVM nicht prominent vertreten war. Keine Überraschung also, dass neben zahlreichen Medaillen und Titeln am Ende der nationalen Titelkämpfe des ältesten Nachwuchsjahrgangs auch der Peter-Velten-Preis an den RVM vergeben wurde – die Auszeichnung für das beste Teamergebnis.

Konkurrenz staunt

In der U 23, der Klasse also, in der der schweißtreibende und aufwendige Übergang zum Seniorenbereich stattfindet, in der ambitionierte Hobbyruderer längst das Handtuch geworfen haben und nur noch mitmischen kann, wer neben Ausbildung, Studium und Beruf noch ungezählte Trainingsstunden auf dem Wasser verbringt, beeindruckte der RVM mit einem Statement, das die Konkurrenz ungläubig zur Kenntnis nahm. Einzig der RVM schickte ein Großboot ins Titelrennen, das ausschließlich mit dem eigenen Nachwuchs besetzt war. Acht junge Ruderer plus Steuerfrau, die im Rennen der Best-of-Formationen am Ende einen achtbaren vierten Rang belegte – unter anderem hinter dem „kleinen“ Deutschland-Achter, dem Junioren-Nationalteam, zu dem selbstverständlich auch ein RVM-Ruderer gehört: Floyd Benedikter sicherte sich mit der „ersten Acht“ Deutschlands den Titel und wird den DRV auch bei den bevorstehenden Europameisterschaften im tschechischen Racice vertreten. Beste Aussichten auf einen internationalen Einsatz haben auch noch Ole und Sönke Kruse, die im Vierer mit Steuermann Bronze holten, sowie Leonard Bührke, der im RVM-Vierer ohne auf Rang fünf ins Ziel kam. Medaillen sicherte sich Leichtgewicht Sebastian Merschel mit Silber im Vierer und Bronze im Achter.

Holthues und die Wieczorek-Zwillinge im WM-Aufgebot

Im U-19-Bereich bestätigte Kieran Holthues gemeinsam mit seinem Essener Partner Paul Martin seine Favoritenstellung und darf nun als frisch gebackener Deutscher Meister in die Vorbereitung zur U-19-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv einsteigen – ebenso wie David und Emanuel Wieczorek, die sich zwar mehr als den fünften DM-Platz vorgenommen hatten, dennoch aber fix für die WM eingeplant sind.

Silber für Mädels-Trio

Im U-17-Bereich freute sich Trainer Mario Acosta vor allem über die Silbermedaille von Sara Grauer und Tjorven Schneider im Vierer mit Steuerfrau Christina König – als Entschädigung für Pech und das verpasste Finale im Zweier. Silber ging auch an Johannes Hopf im Achter.

Nächste Generation in den Startlöchern

Und die nächste Generation klopft bereits unüberhörbar an: Der Vereins-Vierer mit ­Karim Karidio (2005), Nevio von Lüpke (2006), Constantin Beck (2005), Jacob Carl (2006) und Steuermann Cornelius Böhm (2006) verpasste bei seiner ersten DM-Teilnahme den Finallauf der besten deutschen Nachwuchsruderer um die Winzigkeit von 0,38 Sekunden.

Startseite