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Reiten: Vielseitigkeit

Bölting triumphiert in Hamm mit Ready to go

Münster

Mit Ready to go gewann Vanessa Bölting vom RFV Zum Riesenfeld in Hamm eine internationale Drei-Sterne-Vielseitigkeit. Doch das war nicht das einzige Resultat, mit dem die Münsteranerin am Wochenende beeindruckte.

Henner Henning

Seite an Seite: Vanessa Bölting mit Carlson – sie gewann in Hamm die Drei-Sterne-Prüfung – und Tochter Emma mit Pony Nelly. Foto: Bölting

Ihre Worte klangen bescheiden. „Das war schon ganz gut“, sagte Vanessa Bölting nach ihrem und über ihren Sieg in der internationalen Drei-Sterne-Vielseitigkeit in Hamm-Rhynern. Na ja, es war sogar ein bisschen besser als nur „ganz gut“ – es war bärenstark. Im Sattel von Ready to go war die Reiterin des RFV Zum Rieselfeld mit einem Ergebnis von 35,20 Zählern die Beste, der letztjährige EM-16. Andreas Dibowski hatte mit seiner Stute Corrida nur ein Zehntel Rückstand, Louise Romeike mit Waikiki ganze zwei. Nuancen.

Mit der fünftbesten Dressur und einem fehlerfreien Springen hatte Bölting die Basis für ihren Erfolg gelegt. Auch im Gelände wählte die Münsteranerin auf dem nicht einfachen Kurs mit einigen engen Wendungen und auf aufgeweichtem Untergrund die richtige Taktik, auch wenn die Zeit nicht ganz reichte. Die 6:27 Minuten aber waren so gut, dass am Ende die Eins für Bölting und Ready to go stand.

„Gut gearbeitet“

„Das zeigt mir, dass ich in den vergangenen Wochen ganz gut gearbeitet habe“, sagte die Siegerin, die auch mit ihrem Top-Pferd Carlson zwei ganz starke Disziplinen zeigte. Das viertbeste Dressur-Resultat sowie eine Nullrunde im Parcours aber waren genug für Bölting. Der zwölfjährige Wallach war gar nicht für das Gelände vorgesehen, mit Blick auf mögliche Fünf-Sterne-Prüfungen 2021 dosiert sie sein Programm. „Mit Carlson will ich nächstes Jahr angreifen. Ihm muss ich im Gelände nichts mehr beibringen“, sagte Bölting. „Daher will ich in dieser Saison Kilometer sparen. Mit ihm will ich noch ein paar Jahre länger Spaß haben.“ Zumal Carlson seine Tauglichkeit als Familienpferd schon unter Beweis gestellt hat und auch mal neben Böltings Tochter Emma und ihrem Pony Nelly chillige Runden dreht.

Weicher Boden

Eine vernünftige Entscheidung hatte die 39-Jährige auch im Sattel von Carlos getroffen. Der in der ersten Hälfte des Geländeritts noch weiche Boden führte zu einem Ausrutscher von Carlos, die Distanz zum nächsten Hindernis passte nicht mehr. Ein Vorbeiläufer war die Folge – und eine ganz entspannte Runde. „Er spielte danach mit den Aufgaben, ich bin mit einem Lächeln ins Ziel geritten“, meinte Bölting. Am Ende war es der 27. Platz für sie.

Zufrieden war sie zudem mit Index, mit dem sie ihre Premiere auf Zwei-Sterne-Niveau feierte. Erst vor zwei Monaten war der Wallach von Schweizer Freunden in ihren Stall gekommen, nach ihrem Sieg in einem Geländeritt der Klasse A beim heimischen Pfingstturnier wagten sie einen Versuch. Und der war erfolgreich mit Platz vier (31,50 Punkte). „Das lässt hoffen, dass er nächstes Jahr noch besser wird. Auch wenn er schon zwölf ist.“

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