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Fußball: Landesliga

Borussia schlägt beinahe Meister Bönen und ist rechnerisch noch nicht weg

Münster

Das war‘s noch nicht für Borussia Münster. Das war sogar ein echtes Lebenszeichen, dem Meister IG Bönen ein 1:1 abzunehmen. Und doch werden die gute Leistung und der Fast-Sieg gegen den Spitzenreiter den Abstieg kaum mehr verhindern.

Von Verena Hagedorn

Borusse Ansumana Nyassi führt diesen Zweikampf mit dem früheren Preußen-Spieler Ismail Budak, der mittlerweile die IG Bönen als Kapitän auf das Feld führt (r.) Foto: Wilfried Hiegemann

Dass der letzte Schritt irgendwann kommt, ist allen bewusst. Aber Borussia Münster hat ihn noch mal hinausgezögert. Immerhin gelang ein Achtungserfolg gegen Meister IG Bönen. Mit dem 1:1 (1:0) holten die Hausherren ein Remis, das ganz lange sogar wie ein Sieg ausgesehen hatte. Und der Abstieg kann frühestens in einer Woche final besiegelt werden.

Rein rechnerisch, mit ganz viel Glück und wohl eher hypothetisch hat Borussia auch ohne den Sieg noch die Chance auf den Verbleib in der Liga. Für Trainer Yannick Bauer ist die Vorstellung utopisch. „Wir kennen die Situation und wollten Charakter zeigen, geschlossen als Mannschaft auftreten – und das ist uns gelungen.“ Die Gäste aus Bönen, mit viel Geld und namhaften Spielern ausgestattet, haben die Liga von Beginn an dominiert und stehen bereits als Aufsteiger fest. Kein Grund also bei perfektem Sommerwetter an die körperlichen Grenzen zu gehen. In einer fairen Partie zeigten die Münsteraner noch mal, dass sie etwas drauf haben und spielerisch überzeugend sein können. Mats Klosa, der sein letztes A-Jugend-Spiel für einen Einsatz in der Startelf sausen ließ, traf zur Führung (33.) und machte seinem Trainer damit das perfekte Geburtstagsgeschenk.

Schon im Hinspiel auf Augenhöhe

Bereits im Hinspiel bot Borussia dem Ligaprimus ordentlich Paroli und verlor erst in der Nachspielzeit mit 2:3. Lediglich zwei Partien hat die IG im Laufe der Monate verloren, Borussia wollte für die dritte verantwortlich sein. Tim Gimbel testete Keeper Adem Cabuk, als er volley abzog und der Schlussmann den Ball gerade noch über die Latte bugsierte (61.). Neun Minuten später machte sich Hannes John allein auf den Weg Richtung Tor, hatte den Ball schon fast vertändelt, als Okan Güvercin ihn unsportlich ausbremste und mit einem Foulelfmeter bestraft wurde. Nils Burchardt hatte also das 2:0 auf dem Fuß, doch Cabuk parierte. Ansu Nyassi setzte noch einen Kopfball knapp neben das Tor. (82.). Chancen waren also genügend vorhanden. Die Schlussphase gehörte dann aber doch den Gästen, die auf den Ausgleich drängten, der Okan Güvercin in der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß auch noch gelang. Am Ende feierten die Frauen, die gegen den SC Gremmendorf II mit einem 7:1 den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht hatten, aber doch gemeinsam mit Herren an der Grevingstraße.

Yannick Bauer

„Der verschossene Elfmeter ist sinnbildlich für die gesamte Saison“, stellte Bauer fest, dessen Team oft das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat. „Ich mache der Mannschaft aber ein Riesenkompliment für den Charakter, den sie auf den Rasen gebracht hat.“Borussia: Oluts – Genius, Schrick, Burchardt, Gimbel – Betet (73. Costa Rocha), Alves Duarte, Frisch (46. Schmidt), Klosa – John, Nyassi (83. Demir)

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