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Fußball: Landesliga

Borussias breiter Kader sorgt für ein volles Haus an der Grevingstraße

Münster

Über mangelnde Trainingsbeteiligung kann sich Yannick Bauer nun wirklich nicht beschweren. Zwei komplette Mannschaften standen in der Vorbereitung jeweils in den Einheiten auf dem Platz – ein Luxus für den Coach des Fußball-Landesligisten Borussia Münster. Aber auch nicht immer einfach.

Thomas Rellmann

Henry Hupe (r.) gehört trotz seiner Trainertätigkeit bei den Preußen-Junioren weiter zu Borussias großem Kader. Foto: Johannes Oetz

Einig sind sich alle. Diese Saison wird hart. 18 Teams, verspäteter Start, die Ungewissheit bezüglich möglicher Spielausfälle. Umso wertvoller scheint ein breiter Kader, wie ihn Landesliga-Neuling Borussia Münster aufweist. In den vergangenen Aufstiegsjahren erlaubte Trainer Yannick Bauer seinen Schützlingen so bei Bedarf immer wieder Urlaub. In der Hinterhand hatte er ja Alternativen en masse. „Jetzt bekomme ich gerade ein Luxusproblem, weil die Anzahl von großen Reisen natürlich dieses Jahr kleiner ist“, sagt er.

In keiner der Einheiten seit Mitte Juli standen weniger als 24 Akteure auf dem nagelneuen Rasenplatz. „Dort macht es natürlich richtig Spaß, mehr als auf einer Kunstrasenhälfte“, so Bauer. „Das Aufgebot ist groß wie nie, aber auch dieser Punkt hat Tücken.“ Da pro Kader ja nur 15 Akteure zugelassen sind, wird es zum Ligastart Enttäuschungen geben. „Es wird mir schwer fallen, Leute in die Zweite zu schicken, gerade wenn da eine enge Bindung besteht und sie mir ans Herz gewachsen sind. Das wird weh tun.“

Test-Doppelpacks sind angesagt

Zuletzt vereinbarten die Borussen Test-Doppelpacks. Etwa am Wochenende. Der eine Teil schlug den SV Burgsteinfurt 1:0, der andere holte ein 1:1 gegen den SC Münster 08. Vernünftige Ergebnisse gegen starke Bezirksligisten. „Unser Auftritt gegen Nullacht war aber schlecht. Bis dahin war ich mit allen Spielen einverstanden“, sagt Bauer, der unter anderem ein 1:0 gegen Preußen Münster II sah.

Viel spricht dafür, dass die Borussen auch nach dem Durchmarsch noch eine gute Rolle spielen können. Selbst der bittere Kreuzbandriss von Tom Finger fällt nicht ins Gewicht, weil Henry Hupe trotz Trainertätigkeit bei den SCP-Junioren Nischen findet, um doch zumindest zu 80 Prozent am Ball zu bleiben. Und weil Moritz Pauli (eigene U 19) und Christopher Klimek (SC Sprakel) die Innenverteidigung auch noch aufwerten.

„Mir ist absolut nicht bange“, sagt Bauer. „Verstecken werden wir uns nicht. „Ein, zwei Sachen müssen wir in der Landesliga natürlich anders machen, aber das ist bereits besprochen.“ Der Lernprozess läuft.

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