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Fußball: Landesliga

BSV Roxel setzt seine beeindruckende Heimserie auch gegen Ahaus fort

Münster

Der BSV Roxel mausert sich zum zuverlässigsten Verfolger von Spitzenreiter IG Bönen. Auch das siebte Heimspiel gewannen die Münsteraner. Dennis Bäumer war der Torschütze beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Ahaus im peitschenden Regen.

Von Thomas Austermann

Jonas Gossling (r.) bedrängt den Ahauser Simon Lovermann bei der Ballannahme energisch. Foto: Wilfried Hiegemann

Heimspiel Nummer sieben, Heimsieg Nummer sieben: Auch auf Kunstrasen und im erbarmungslosen Dauerregen zeigte der BSV Roxel einem Gegner die Grenzen auf. Mit 1:0 (1:0) durch den Treffer von Dennis Bäumer, dem Tempomacher auf der Außenbahn, schlugen die erst spiel- und dann enorm kampfstarken Kleeblätter die robuste Eintracht aus Ahaus im Duell Dritter gegen Vierter.

Beide Teams trotzten den Bedingungen und sorgten leidenschaftlich für einen sehenswerten Abtausch zur Vorabendzeit, der bis zuletzt extrem spannend blieb. „Da war alles drin. Bin mal gespannt auf die Meinung meines Kumpels“, sagte Trainer Oliver Logermann und freute sich auf die Nachbetrachtung mit Gäste-Trainer Frank Wegener, mit dem er sich regelmäßig austauscht.

Wiethölter für Hermes im Tor

Ohne den erkrankten Keeper Joshua Hermes, den David Wiethölter ersetzte, sowie Endrit Sojeva und Diogo Castro ging Roxel ins Duell und ließ spüren, den schnellen Untergrund zu mögen. Es war direkt Tempo drin und Zug zum Tor nach flachem Aufbauspiel mit wenigen Kontakten des Ballführenden. Bäumer, unterstützt vom durchweg starken Außenverteidiger Jonas Goßling, und Paul Schudzich drehten auf. Eine erste Chance ließ Bäumer noch liegen, traf aber nach 15 Minuten. Christoph Lübkes energische Balleroberung am Mittelkreis leitete Aljoscha Kottenstede ideal weiter auf den Torschützen.

Ahaus, defensiv abgesichert von den stabilen Innenverteidigern Timo Brillert und David Farwick, suchte mit vielen langen Bällen die meist zuverlässig treffenden Stürmer Cihan Bolat (elf Tore), der bis hoch zur 3. Liga auf etliche Stationen blickt, und Lennart Varwick (zehn). Letztgenannter kam nach Abspiel-Lapsus von Wiethölter zu einer geschenkten Möglichkeit (55.), verarbeitete den Ball aber nicht sauber. Bolat wurde, wenn er denn mal Platz hatte, letztlich immer wieder gestellt von Lübke und Daniel Ziegner, den beiden konzentrierten BSV-Ruhepolen, die sich auf ihre Kernkompetenzen verlassen können und auch hohe Bälle routiniert klären.

Vier Auswechslungen

„Nach der Pause war es ein reines Kampfspiel von uns. Es gab ein paar Räume, aber die haben wir nicht mehr gut genutzt“, sagte Logermann und erlebte seine Elf mit vier eingewechselten neuen Kräften „super engagiert“ gegen den Ahauser Dauerdruck. Allein, die Bälle vorne fest zu machen, gelang nicht mehr. Es wurde bissig bisweilen und laut, aber alles blieb im Rahmen. Kai Kleine-Wilke, der als Herr der ruhenden Bälle noch einen guten Freistoß ansetzte (68.), war mittendrin im Getümmel und fühlte sich sichtlich wohl dabei. Er personifizierte Roxels Widerspenstigkeit bis zum Abpfiff.

BSV: Wiethölter – Goßling, Lübke, Ziegner, Wessels (64. Wesberg) – Gockel – Bäumer (78. Kaling), Kleine-Wilke, Schudzich (59. Flaßhar), Kottenstede – Bußmann (58. Krasniqi)

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