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Fußball:Landesliga

BSV Roxel überwindet Eintracht Ahaus und Sturmtief Viktoria

Münster

Wo sind eigentlich Scarlett O´Hara und Rhett Butler, wenn sie gebraucht werden. Die beiden Hauptpersonen aus „Vom Winde verweht“ fehlten am Sonntagnachmittag, obwohl an der Tilbecker Straße ihr Stück gegeben worden. Immerhin gab es die Version mit Happyend, zumindest für den BSV Roxel, der Eintracht Ahaus mit 3:2 und viel Gegenwind auf die Heimreise schickte.

Camillo von Ketteler

Roxels Ali Shinawi (l.) im Zweikampf mit Tim Sicking von Eintracht Ahaus. Foto:

Der Auftakt in die Landesliga-Rückrunde fand für den BSV Roxel unter erschwerten Bedingungen statt. Orkantief „Viktoria“ zog über die heimische Tilbecker Straße hinweg und machte ein flüssiges Fußballspiel gegen die Gäste von Eintracht Ahaus nur schwer möglich. Und doch, obwohl das Team von Trainer Sebastian Hänsel eine Halbzeit in Unterzahl agieren musste, stand am Ende ein verdienter 3:2 (2:1)-Erfolg.

Eine Viertelstunde dauerte es bis zur ersten Offensivaktion der Gastgeber. Zuerst scheiterte Nicolas Haverkamp mit seinem Freistoß noch an Gäste-Keeper Hilmi Demirbas, die anschließende Ecke von Nawid Nesar köpfte der Innenverteidiger dann allerdings unbedrängt zur Führung ein (15.). Doch die Freude hielt nicht lange an. Nach einer Flanke von Bryan Reinfeld nickte Maxi Hinkelmann ebenfalls völlig frei zum Ausgleich für Ahaus ein (18.). In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, über das der BSV mehr und mehr die Kontrolle gewann. Große Torchancen waren aber Mangelware, ehe Angreifer Daniel Seidel sich mal durchtankte und mit einem strammen Linksschuss unter die Latte zur erneuten Führung traf (34.). Fast hätte Roxel sogar noch erhöht, doch der Kopfball von Aljoscha Kottenstede landete nur am rechten Torpfosten (38.). Stattdessen fiel dann auf der anderen Seite Eintracht-Torschütze Hinkelmann, nachdem er per Notbremse von Haverkamp gestoppt wurde. Schiedsrichter Max Conrad entschied folgerichtig auf Rot (40.).

Nach dem Pausentee passierte lange nichts, hinzu kamen mit zunehmender Spieldauer immer mehr Unterbrechungen. Die Gäste agierten viel mit langen vom Winde verwehten Bällen. Roxel hingegen spielte cleverer und hatte trotz Unterzahl die klareren Aktionen. Nach 83 Minuten dann die Vorentscheidung: Sandro Pietsch legte den Ball auf Kapitän Patrick Gockel, der aus 15 Metern in die Maschen traf (83.). Ahaus kam per direktem Freistoß von Christopher Ransmann zwar noch zum Anschlusstreffer (86.), konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

BSV-Trainer Hänsel zeigte sich beeindruckt: „Man muss den Hut ziehen vor dem, was die Jungs heute geleistet haben. Die Art und Weise, wie sie sich gegen die ganzen Umstände gestellt haben ist extrem stark.“

Roxel:Hunnewinkel – Willich, Sojeva, Haverkamp, Pietsch – Shinawi, Gockel, Nesar, Wessels, Kottenstede - Seidel

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