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Fußball: Landesliga Frauen

BW Aasee erfährt per Anruf vom Aufstieg

Münster

Was wäre das für ein Jubel gewesen, wenn die Frauen BW Aasee bereits am Sonntag nach dem Elfmeterkrimi gegen die SpVg Steinhagen gewusst hätten, dass sie aufgestiegen sind? Riesig war er ohnehin schon, die Nachricht vom Sprung in die Landesliga kam aber erst einen Tag später.

Von Wilfried Sprenger

Zara Ellamaa (rechts) Foto: Wilfried Hiegemann

Eigentlich sollten die Fußballerinnen von BW Aasee und TuRo Darfeld am Donnerstag im Finale des Relegation-Marathons um den Aufstieg in die Landesliga spielen. Eigentlich. Zur Freude beider Clubs ist das Duell nun hinfällig. Durch die Fusion von Westfalenliga-Absteiger SV Bökendorf mit dem SV Ottbergen-Bruchhausen wurde ein zusätzliches Plätzchen in den Landesligen frei. Als Konsequenz dessen steht sowohl Aasee als auch Darfeld die Tür offen. Was am Sonntag nach den Halbfinals noch niemand der Beteiligten ahnte. Per Zufall erfuhren sie erst während eines Telefonats mit dem Verband von ihrem Glück. „Es gab da wohl ein Kommunikationsproblem“, sagte Aasees Trainer Kolja Steinrötter.

Drei Jahre Bezirksliga

Sei’s drum: Drei Jahre nach dem Aufstieg in die Bezirksliga geht es für Aasee nun erneut eine Etage hoch. „Das war nicht geplant, aber die Mannschaft hat es verdient. Sie hat vielen personellen Problemen getrotzt und in den Aufstiegsspielen gezeigt, dass sie auch dann da ist, wenn es um alles geht“, erklärt Steinrötter. Die K.o.-Spiele haben auch den langjährigen Trainer, der im Sommer in seine elfte Saison geht, mitgenommen. Im Viertelfinale bei GW Varensell setzten sich die Blau-Weißen durch ein Tor in der Schlussminute durch. Das Halbfinale gegen die SpVg Steinhagen gewannen sie am Sonntag in einem dramatischen Elfmeterschießen. Die Freude darüber war groß und wäre noch größer gewesen, wenn ihnen irgendjemand gesagt hätte, dass der Sieg gleichbedeutend mit dem Aufstieg sei. So schickte Steinrötter die Nachricht erst mit deutlicher Verzögerung und per Whatsapp in die Runde. Die reagierte zunächst ungläubig und dann natürlich hoch erfreut. Gefeiert wird nun am Donnerstag am Platz. „Dort waren wir an diesem Abend ja ohnehin verabredet“, stellt der Erfolgscoach fest.

Beim Blick zurück bescheinigt Steinrötter seiner Mannschaft „die spielerisch beste Bezirksliga-Saison. Wir waren so gut wie nie“, sagt er und findet trotzdem ein Haar in der Suppe: „Früher waren wir breiter aufgestellt. Für die Landesliga brauchen wir Zuwachs.“

Steinrötter hofft auf Zuwachs

Die neue Liga nötigt dem Trainer Respekt ab. „Im Pokal hatten wir ja schon Vergleiche mit Landesligisten, die haben wir leider immer verloren.“ Bald wird seine Truppe Sonntag für Sonntag auf diesem Niveau herausgefordert. Steinrötter will es mutig angehen: „Wir werden uns ganz gewiss nicht hinten reinstellen.“

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