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Baseball: Erste Testspiele sind geplant

Cardinals erobern Platz zurück

Münster

Lange mussten die Münster Cardinals warten, ehe es wieder losging. Nun aber sind die Baseball-Asse heiß auf die ersten Spiele. Aus der aktuellen Mixed-Mannschaft würde der Club gerne auch wieder ein Herren-Team entwickeln.

Beste Laune nach dem Titelgewinn 2019 – und immer noch amtierender Meister: Die Münster Cardinals. Foto: Cardinals

Der Spielort der Münster Cardinals ist der Prototyp eines vergessenen Ortes, einer jener Plätze, die als „lost place“ ihren ganz eigenen Charme entwickeln – wenn man sie denn lässt. Im Corona-Lockdown ist der Platz jenseits der Eisenbahnbrücke direkt an den Schienen an der Robert-Bosch-Straße mehr oder weniger sich selbst überlassen worden – doch seit wenigen Wochen steigt der Stressfaktor für Maulwürfe und Regenwürmer: Die Cardinals sind zurück, und wie.

Die Baseballer aus Münster sind voller Tatendrang aus dem Lockdown gestartet – seit Ende Mai sind Frauen wie Männer, Mädchen wie Jungen wieder im Training und warten auf die Terminierung des Liga-Neustarts.

Bereits vor der Corona-Krise hatte der Club seine eigene kleine Krise. Ein Männer-Team konnte er mangels Masse seit einigen Jahren nicht mehr melden, stattdessen ging eine gemischte Softball-Mannschaft ins Meisterrennen – die dafür mit großem Erfolg. 2019 sicherte sich das Cardinals-Mixed- Team passend zum 30-jährigen Club-Jubiläum den Titel und geht nach Ausfall der 2020er-Spielzeit als Titelverteidiger ins Rennen. Für den ersten Vorsitzenden der Cardinals, Martin Böttcher, ein erster Schritt zurück zu alter Stärke. „Vielleicht entwickelt sich aus dem Mixed-Team auf lange Sicht auch wieder ein Herren-Team.“ Mut macht auch der Nachwuchs, der sowohl in der U 12 als auch in der U 15 jeweils als Spielgemeinschaft mit den Verl Yaks im Einsatz ist.

Für die Mixed-Truppe stehen bereits die ersten Testspieltermine an: Am 3. Juli treten die Cardinals bei den Kollegen und Kolleginnen in Duisburg an, drei Wochen später folgt der Gegenbesuch. Spätestens dann muss der ehemalige Eisenbahner-Platz hinter den Gleisen von der Liste der „lost places“ gestrichen werden.

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