1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Cheforganisator Snoek findet nur Kleinigkeiten zur Verbesserung

  8. >

Reiten: Turnier der Sieger

Cheforganisator Snoek findet nur Kleinigkeiten zur Verbesserung

Münster

Einen kleinen Zettel hatte Cheforganisator Hendrik Snoek immer zur Hand. Darauf machte er sich während des Turniers der Sieger Notizen, was alle noch zu verbessern wäre. Vermutlich bot das Stück Papier noch eine Menge Platz.

Henner Henning

Hendrik Snoek Foto: Jürgen Peperhowe

Nach vier langen Tagen und der intensiven Vorbereitungszeit direkt zuvor lassen Hendrik Snoek und seine Kollegen vom Westfälischen Reiterverein das Turnier der Sieger fast schon traditionell in einem italienischen Restaurant an der Neubrückenstraße ausklingen. Zeit, einmal durchzuschnaufen. Die Ruhe nach dem Sturm. Eine erste Manöverkritik aber darf bei Pasta und Wein nicht fehlen. Das Fazit der 64. Auflage fällt wie in den vergangen Jahren äußerst positiv aus, auch wenn es immer Kleinigkeiten zur Optimierung gibt.

„Ich habe einen Zettel, auf dem ich mir vier, fünf Sachen aufgeschrieben habe. Aber wenn man das Turnier gesehen hat, kann man sagen, dass wir nicht alles verkehrt gemacht haben“, erklärt Turnierchef Snoek. Recht hat der 71-Jährige. Die Reiter waren einmal mehr voll des Lobes, schwärmten von den Bedingungen und der Atmosphäre vor dem Schloss. Von einem „Wohlfühl-Turnier“ spricht Dressurreiterin Anabel Balkenhol, Charlotte Bettendorf als Siegerin im Großen Preis und Münster-Debütantin bezeichnet das TdS als „fantastisch“, die Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli nennt es gar ihr „Lieblingsturnier in Deutschland“ und Weltmeisterin Simone Blum ist „immer glücklich, wenn sie zu diesem tollen Turnier“ kommen darf.

So viele warme Worte hört ein Veranstalter natürlich gerne, doch zu Kopf steigen sie weder Snoek noch seinen Mitstreitern keineswegs, der Präsident des Westfälischen Reitervereins relativiert die ultimative Lobhudelei sogar ein bisschen. „Wir haben ein schönes Turnier und wollen es auch, so lange wir es noch machen, schön und gut organisieren. Aber wir wissen natürlich auch, dass es noch andere Veranstaltungen mit schönen Ambiente gibt“, erklärt Snoek.

Mit seinen Reizen hat das Turnier der Sieger jedoch nicht gegeizt, die Zuschauer kamen in Scharen. Eine Zahl konnte Snoek noch nicht nennen, über 25 000 waren es sicher. Die Flutlicht-Kür am lauen Samstag stand hoch in der Publikumsgunst, der Sonntag ist eh ein Renner. So stoppte Snoek am Nachmittag den Kartenverkauf, um den Gästen auf der Stehplatztribüne mehr Raum zu lassen. „Wir hätten 150 Tickets mehr absetzen können. Aber die Zuschauer sollen sich nicht so drängen und auch mal umdrehen können“, so Snoek, der den regen Besuch auf der Plaza vor dem Reitplatz ebenfalls zufrieden registrierte.

Alles gut also? Nicht ganz, da wären ja noch die Kleinigkeiten, die auf seinem Zettel stehen. Beim Catering sieht Snoek Verbesserungsmöglichkeiten, auch die beschränkten Parkplatzmöglichkeiten rund um das Schloss beschäftigen ihn. Dazu stört ihn ein sportlicher Aspekt: der Modus der Bemer Riders Tour, der im zweiten Umlauf alle Starter wieder auf null setzt – auch die Reiter, die im ersten Durchgang einen Zeitfehler oder Abwurf wie etwa die spätere Siegerin Bettendorf hatten. „Dass alle wieder gleich sind, ist nicht richtig. Dagegen kämpfe ich seit Jahren mit der Riders Tour, und versuche es auch weiter. Wer im ersten Umlauf null hat, muss besser sein. Das soll nicht Bettendorfs Leistung schmälern“, sagt Snoek.

Turnier der Sieger

Alle Infos zum Reitturnier finden Sie in unserem TdS-Special

Startseite
ANZEIGE