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Tennis: 2. Bundesliga

Das Wunder bleibt aus - Frauen des TC Union steigen ab

Münster

Nicht weniger als ein Wunder hätte es gebraucht, damit die Tennis-Frauen des TC Union Münster die 2. Bundesliga halten. Eine knappe Pleite gegen den DTV Hannover besiegelte letztlich aber den Gang in die Regionalliga - samt einer Kampfansage.

Von Jonas Austermann

Auch Nastja Kolar an Position eins konnte den Abstieg des TC Union nicht mehr verhindern. Die Slowenin verlor ihr Einzel gegen Hannover und reiste anschließend zu einem Turnier.  Foto: Peter Leßmann

Der Chor Frauen war im Hintergrund von Trainer Szymon Seifert bestens zu vernehmen. „Scheiße war’s“, riefen die Tennisspielerinnen des TC Union Münster nach ihrem letzten Zweitliga-Match gegen den DTV Hannover. Mit dem 4:5 war am Sonntagabend der Abstieg in die Regionalliga besiegelt. Und der letzte Akt war für den Coach auch ein „Spiegelbild der Saison. Es ging den Berg hoch, dann wieder runter, wieder hoch und am Ende wieder runter“, meinte Seifert.

Nastja Kolar verlor ihr Einzel, aber Melanie Klaffner, die zuletzt beim 0:9 in Bielefeld gefehlt hatte, Mariana Drazic und Paula Rumpf gewannen ihre Duelle. Die letzteren beiden sogar mit 2:0 Sätzen. Der Zwischenstand lautete 3:1, die Hoffnung auf den Klassenerhalt oder zumindest den drittletzten Platz lebte. Hannover aber zog schnell den Stecker, glich zum 3:3 aus. Besonders bitter: Manon Kruse an Position fünf verlor erst im dritten Satz – genau wie zuvor schon Kolar.

Frustbier hilft beim Blick nach vorne

Die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt gaben anschließend auch in den Doppeln den Spielverderber. Rumpf/Alexa Volkov und Drazic/Deborah Döring mussten sich geschlagen geben. Kolar mischte bei den Doppeln schon nicht mehr mit, weil sie ab Montag ein wichtiges Turnier bestreitet. Das Gespann Klaffner und Manon Kruse sicherte dem TC Union immerhin einen vorerst letzten Zähler in der 2. Bundesliga Nord.

„Es hat leider wieder nicht ganz gereicht“, meinte Seifert. „Hannover war einen Tick besser, ich kann den Mädels aber nichts vorwerfen.“ Um kurz nach 19 Uhr am Sonntagabend konnten die Union-Frauen schon wieder lachen, ein erstes Frustbier half dabei. „Wir greifen nächste Saison wieder an“, versprach Seifert – quasi stellvertretend für seine Mannschaft.

TC-Union-Coach Szymon Seifert

Hoffnungen auf einen Ligaverbleib macht sich beim TC Union derweil keiner mehr. In der Vergangenheit waren die Münsteranerinnen schon mal nachgerückt, wenn sich ein Club zurückgezogen hatte. Weil der TV Visbek zwar die gleiche Punkte-Bilanz (4:12) wie Union aufweist, aber eine um zwei Zähler bessere Match-Bilanz, ging der möglicherweise ausreichende Platz sieben nach Niedersachsen. „So läuft es leider im Leben. Wir müssen jetzt nach vorne schauen“, meinte Unions Coach.

Wie geht's weiter beim TC Union?

Seifert jedenfalls hat nach seiner Premierensaison Blut geleckt und kann sich ein künftiges Engagement bestens vorstellen. „Es ist natürlich noch keine Entscheidung gefallen, aber ich habe mich in dieser Saison an die Aufgabe herangetastet und will gerne zurückkommen“, erklärte er.

Beim Blick auf seine Mädels, die den Abend trotz des sportlichen Misserfolgs gemeinsam und mit guter Stimmung ausklingen ließen, meinte Seifert zudem: „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die ausländischen Spielerinnen gerne wieder für den TC Union auflaufen wollen.“

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