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Münsters Sportler des Jahres 2019

Der Abend der Sieger im Jovel

Mit der Übergabe der Pokale war der Abend in der Jovel Music Hall noch lange nicht beendet. Bei guten Gesprächen und kulinarischen Köstlichkeiten klang der Siegerehrung der Sportler des Jahres 2019 aus. Münster Athleten und Funktionäre nutzten die Chance, sich noch besser zu vernetzen. Und natürlich wurden die Gewinner gefeiert. [Mit Video]

Wilfried Sprenger

Das Siegerbild: Zum großen Finale der Sportlerehrung Foto: Jürgen Peperhowe

Es war der Abend der Sieger. Schön, sportlich, bunt und lecker. Einmal im Jahr – und dies nun schon seit fast einem halben Jahrhundert – trifft sich Münsters Sportfamilie zur Ehrung der Sportler des Jahres. Erstmals war der rote Teppich in der Jovel Music Hall ausgerichtet. Dort, wo in der Regel Künstler mit Stimme und Instrumenten den Beat angeben, wurden am Montag die erfolgreichsten Sportbotschafter der Stadt, mithin alle Gewinner im Vorjahr, beklatscht und gefeiert.

Es war ein kurzweiliger, launiger Abend mit kleinen und großen Überraschungen auf der Bühne und vielen guten Gesprächen später bei Köstlichkeiten vom Buffet und kalten Getränken. Natürlich erfährt das Format im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Dann feiert die Wahl ihren 50. Geburtstag. Dr. Benedikt Hüffer, Leiter der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Aschendorff, fand tief im Gedächtnis eine Brücke zu den Anfängen. „Als Preußen-Fan erinnere ich mich noch sehr genau an die Wahl von Rolf Blau“, sagte er. Der Fußballer war 1975 Sportler des Jahres.

Irmhild Venschott von Borussia Münster wurde vor 300 geladenen Gästen als Erste überrascht. Für ihren nachhaltigen Einsatz im Mädchen- und Frauenfußball sowie ihr präventives und vereinsübergreifendes Engagement gegen sexu­alisierteGewalt erhielt sie aus den Händen von WN-Sportchef Alexander Heflik, der die Gala im Dialog mit seiner Kollegin Kristina Sehr moderierte, den Sport-Oskar 2020. „Als Trainer oder Funktionär stehen wir absolut in der Verantwortung, dass unsere Kinder Spaß und Freude im Verein haben“, sagte Venschott.

Schmidt will „selbstbewusster“ werden

Nikola Schmidt hat definitiv Spaß. Sie spielt Volleyball bei den Drittligisten BW Aasee und VC Olympia und hat als Jugendnationalspielerin auch schon internationale Sprossen erklommen. Die neun Stufen auf die Bühne waren da am Montag nun wirklich kein Problem. Als Juniorsportlerin des Jahres und mit dem Pokal in beiden Händen trat sie den Rückweg an. Ihr bescheidener Wunsch für 2020: „Ich möchte ein bisschen selbstbewusster werden.“

Deutlich forscher blickten die jungen Tänzer David Jenner und Elisabeth Tui­gunov in die Zukunft. Das hoch talentierte und bemerkenswert ambitionierte Paar aus den Reihen der Residenz Münster hat Gewaltiges im Sinn. „Wir wollen Weltmeister werden“, erklärte Jenner knapp und kess. Tatsächlich gehen den achtmaligen Deutschen Nachwuchs-Meistern national die Herausforderungen aus. Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres wurden die Gymnasiasten Vierte, als Titelverteidiger machten die WWU Baskets erneut das Rennen. Präsident Meinhard Neuhaus gab den „Lokalhelden“ im Falle der Meisterschaft in der 2. Liga Pro B Hoffnungen auf den Aufstieg. In der vergangenen Saison hatten sich die Baskets aus logistischen und wirtschaftlichen Gründen noch nicht reif für den nächsten Schritt gefühlt.

Für Volleyballerin Linda Bock war das abgelaufene Jahr fast ein Wunschkonzert. Beim Bundesligisten USC Münster wurde sie Stammspielerin. Bundestrainer Felix Koslowski berief die Libera ins Nationalteam, nahm sie mit zur EM und nominierte sie zuletzt auch für die Olympia-Qualifikation, die die DVV-Auswahl knapp verpasste. Kein Problem für eine 19-Jährige, Bock hat die ganze Karriere noch vor sich. „2019 hat mich wirklich völlig überrumpelt. Ich weiß, dass die Schritte jetzt kleiner werden. Aber natürlich sind die Spiele 2024 in Paris nun ein Ziel“, sagte Bock. Sie lösteVielseitigkeits-EuropameisterinIngrid Klimke nach vierjähriger Regentschaft als Sportlerin des Jahres ab.

Wachwechsel zu Brummel

Einen Wachwechsel gab esauch bei den Männern. Zum zweiten Mal nach 2016 sicherte sich Ruderer Felix Brummel den Titel. Den Pokal nahm Freundin Annika Schröder entgegen, Brummel präpariert sich derzeit im Trainingslager in Portugal für seine Olympia-Chance. Per Video-Botschaft schaltete er sich im „Jovel“ zu: „Ich bin wirklich sehr traurig, nicht da zu sein. Es war immer ein schöner Abend.“

Das war es auch diesmal. Nach dem offiziellen Teil ­kamen „Serientäter“, Talente und Funktionäre in vielen kleinen und großen Runden zusammen und diskutierten noch lange lebhaft über den Sport in Münster und dessen Zukunft. Fortsetzung folgt!

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