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Fußball: Frauen-Landesliga

Derbysieg für Amelsbüren, ein Punkt für BW Aasee

Münster

Fünf Teams schickt Münster in der Frauen-Landesliga ins Rennen, vier Punkte sorgten für eine eher bescheidene Ausbeute – allein drei davon gingen an GW Amelsbüren.

Nele Kofort (l.) erzielte zwei Treffer für den SC Gremmendorf. Foto: Peter Leßmann

Wenn zum Start in die Frauenfußball-Landesliga unter den Trainern der fünf Teams aus Münster einer rundum zufrieden hätte sein dürfen, dann wäre das laut Ergebnisliste Frank Schlichter gewesen. Der neue Trainer von GW Amelsbüren durfte beim 2:0 (0:0)-Erfolg im Derby gegen Aufsteiger Borussia Münster als einziger des Trainer-Quintetts einen Dreier feiern, für ausgelassene Freude reichte dieser Auftaktsieg allerdings nicht aus.

Richtig zufrieden war dagegen Kolja Steinrötter von BW Aasee, der zwar in der letzten Spielminute beim 1:1 in Oeding um den Auftaktdreier gebracht wurde, von dem Landesliga-Debüt seiner Schützlinge aber durchaus angetan war.

Intensives Derby geht an Borussia

„Natürlich können wir uns nicht beklagen. Wer im Derby mit 2:0 gewinnt, kann ja nicht alles falsch gemacht haben“, resümierte GWA-Coach Schlichter. Alles richtig allerdings auch noch nicht, wie er einräumt. „Spielerisch kann die Mannschaft noch mehr, davon bin ich überzeugt“, so Schlichter nach einem Spiel, das von der Intensität her durchaus Derby-Charme versprühte. Die ersatzgeschwächte Borussia stand tief und lauerte auf Konter, die Gastgeberinnen suchten derweil die raren Räume und fanden sie nicht. „Ein frühes Tor hätte uns sicher geholfen“, bemühte Schlichter eine universelle Fußballweisheit, die er auch in der Halbzeitansprache thematisierte. „Da wollten wir gleich viel Druck machen.“

Gesagt, getan: Eine Zeigerumdrehung später war der Bann gebrochen, Franziska Michel erzielte den ersten Saisontreffer der Grünweißen. Der Knoten war damit immer noch nicht geplatzt, der Sieg aber gut vorbereitet. Fix war er dann wenige Minuten vor Spielende, als eine scharfe Hereingabe von Luisa Wünnemann mit Hilfe einer Borussen-Verteidigerin den Weg zum 2:0-Endstand ins Tor fand. „Wir haben das gut gemacht und Amelsbüren die Lust am Spiel genommen“, resümierte Borussen-Coach Detlev Rasch. „Kein Beinbruch“, so das Fazit, „wir wissen, wo wir die Hebel ansetzen müssen.“

„Richtig gut fürs Gefühl“

Gut gelaunt machten sich die Aufsteigerinnen von BW Aasee auf den Rückweg aus Oeding, wo sie dem FC beim 1:1 einen Punkt abgenommen hatten. „Das ist richtig gut fürs Gefühl“, sagte Trainer Kolja Steinrötter, „die personellen Voraussetzungen waren alles andere als optimal, der Naturrasen ungewohnt – da hatte ich schon meine Befürchtungen.“ Völlig zu unrecht, wie sich herausstellte – und so genossen Trainer und Team den ersten Landesligapunkt, obwohl bis zur letzten Spielminute sogar ein Dreier in Reichweite war. „Klar, doof, aber da fehlte am Ende das Glück. Trotzdem hat meine Mannschaft das toll gemacht.“ Premierentorschützen war Isabel Ueding vom Elfmeterpunkt.

Die erfolgreichste Schützin aus Münster stellt der SC Gremmendorf, für den Nele Kofort beim Gastspiel beim TuS Recke zunächst das 1:0, später das 2:2 erzielte – am Ende aber dennoch mit leeren Händen da stand, weil Recke auch noch zum 3:2 treffen konnte.

Nichts zu Holen und nichts zum Freuen gab es für die Zweitvertretung von Wacker Mecklenbeck, die an der heimischen Egelshove eine 0:4-Auftaktschlappe gegen Borussia Emsdetten kassierte.

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