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Sparda-Münster-City-Triathlon

Die Bundesliga kommt zurück zum Kreativkai

Münster

Die Bundesliga gibt nach einjähriger Pause 2020 ihr Comeback beim Sparda-Münster-Triathlon. Aber nicht auf herkömmliche Weise, sondern mit einer Staffel im Kurzformat. Für Zuschauer soll es ein echtes Spektakel geben, die Organisatoren sind hochzufrieden.

André Fischer

Stichtag 28. Juni 2020 – dann steigt die 13. Auflage des Triathlons in Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Revolutionäres Format? Oder eines, das keiner so recht braucht? Der Radsportweltverband hat die Mixed-Staffel bei der Straßen-WM in Yorkshire im September als jüngsten Schritt zu einer größeren Geschlechtergleichheit (aus)gelobt. Und reichlich Gegenwind erfahren: „Wir brauchen keine neuen Mickey-Mouse-Events“, echauffierte sich Matt White, Rennstallchef von Mitchelton-Scott. Und nun?

Es ist unbestritten, dass sportliche Veranstaltungen nicht selten ein Stück weit reformiert werden – der Spannung wegen. So werden in Tokio 2020 im Triathlon erstmals Medaillen in der Mixed-Staffel vergeben. Konkurrierende Frauen und Männer betreiben zugleich Team-Building der besonderen Art. Hat was.

„Man muss immer innovativ und offen für was Neues sein“, sagt Holger Fritze aus dem Organisationsstab des Sparda-Münster-City-Triat­h­lons. Jahr für Jahr arbeitet die knapp 20-köpfige Crew an frischen Ideen. Bringt sie in Teambesprechungen ein – und setzt sie konsequent um. Das funktioniert so gut, dass 2017 und 2018 die Deutsche Triathlon-Union (DTU) Münster beeindruckt das Mandat erteilte, die Bundesliga mit ins Boot zu holen. Ein Ritterschlag. Nach der schöpferischen Pause 2019 infolge eines personellen Umbruchs kehrt das Oberhaus am 28. Juni 2020 wieder in die gute Stube am Kreativkai ein. „Team Relay“ heißt das Zauberwort.

„Ja, wir haben unseren Hut in den Ring geschmissen“, lüftet Fritze das Geheimnis. Und bestätigt: „Wir haben die Zusage vom Verband.“ Mit DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll habe es konstruktive Gespräche gegeben. Dann ging alles ganz schnell.

Attraktiv und abwechslungsreich – so kurz und bündig lässt sich das Format beschreiben. Vier oder fünf Dreikämpfer absolvieren in einer Staffel nacheinander etwa 300 Meter im Hafenbecken, sechs Kilometer auf dem Rad und die knapp 1,5 Kilometer lange Laufstrecke. In einer zweiten Wechselzone am Mittelhafen erfolgt die Übergabe des „Staffelstabs“. Final werden alle Resultate addiert, das schlechteste gestrichen. „Das ist äußerst unterhaltsam für die Zuschauer“, glaubt Fritze. Weg von der herkömmlichen Sprintdistanz hin zu einer ultrakurzen Hatz – mitreißend allemal.

In den Zeiten, in denen diverse Großereignisse vornehmlich von Event-Agenturen gestemmt werden, bleibt sich Münster treu, schultert das Spektakel mit unzähligen Helfern – ein Hoch auf das Ehrenamt. „Das macht es so besonders“ für Fritze. Und: „Wir bieten mit kurzen Wegen die perfekten Bedingungen für dieses superschnelle Format.“

Aktuell laufen die Planungen. Fritze und Co. kommen etwa einmal wöchentlich zusammen, um die 13. Auflage bis ins kleinste Detail vorzubereiten. Große Aktionen werden wie die wahren Meister im Triathlon im Winter geschmiedet.

  • Die Online-Anmeldung für den 13. Sparda-Münster-City-Triathlon öffnet am 1. Februar 2020 (Samstag) um 18 Uhr. 2019 war das Happening nach nicht einmal 40 Minuten vollständig ausgebucht. Bereits nach weniger als einer Viertelstunde waren alle Staffelplätze vergeben. Die Nachfrage ist einfach riesig.
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