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Basketball: Regionalliga

Leise Zweifel sind verstummt: UBC-Frauen vor dem nächsten Kapitel

Münster

Die Liga ist nicht neu, die Leidenschaft und die Aufbruchstimmung dagegen schon: Die Basketballerinnen des UBC Münster gehen in der kommenden Saison wieder auf Punktejagd in der Regionalliga. Trainer Peter Lüsebrink sieht sein Team sehr gut gerüstet.

Von Ansgar Griebel

Ausgelaugt nach einer intensiven Einheit: Die Spielerinnen des UBC Münster und Coach Peter Lüsebrink starten mit viel Engagement und Vorfreude ins Abenteuer Regionalliga. Foto: Peter Leßmann

Man erinnert sich nur noch sehr vage daran, dass es vor zwei Jahren noch ein wenig Überredungskunst bedurft hatte, um Peter Lüsebrink wieder an die Seitenlinie zu locken. Mittlerweile ist die anfängliche Skepsis längst der Begeisterung und der ungebremsten Leidenschaft für seinen Sport im Allgemeinen und den Damen-Basketball im Besonderen gewichen.

Und weil Lüsebrink nach einem Jahr als Co-Trainer inzwischen als Headcoach ganz in seinem Element ist und die Spielerinnen des UBC Münster die erfolgreiche Zusammenarbeit nachdrücklich mit starken Leistungen dokumentieren, schlagen Team und Trainer jetzt gemeinsam das nächste Kapitel auf: Die „Erste“ spielt wieder in der Regionalliga.

Abteilungsleiter Markus Wagner sieht das Ganze mit Begeisterung, er ist nicht nur dabei, sondern mittendrin – und natürlich vom teamübergreifenden neuen Konzept absolut überzeugt. Als Co-Trainer der Erstvertretung ist er zudem in der ersten Reihe gefordert.

„Wir sollten das Zeug für die Liga haben“

Die Trainingspläne der Frauen-Teams sind überarbeitet, die Freizeitspielerinnen in der Viertvertretung werden ebenso nach Maß und Anspruch gefördert und gefordert wie die zweite und die dritte Mannschaft, die ambitioniert den Unterbau für die Regionalligatruppe bilden sollen. Zwischen den UBC-Teams hat sich die Erstvertretung von Westfalia Kinderhaus etabliert. Sie bildet als Oberligist die hochwertige Mittelklasse, ab sofort betreut von Vitor Speranza, der auch die UBC-Dritte trainiert und Werte und Ziele der Zusammenarbeit verinnerlicht hat. „Vitor kenne ich persönlich schon länger. Wir sind überzeugt, dass er genau der richtige Mann ist, der das Konzept versteht und umsetzt“, so Wagner.

„In der vergangenen Saison habe ich noch gesagt, dass die Regionalliga vielleicht noch etwas zu früh für die junge Mannschaft käme“, erinnert Lüsebrink an die abgelaufene Spielzeit, in der sein Team die Oberliga-Serie mit nur zwei Niederlagen als Vizemeister bestritt und in vielen Spielabschnitten schon solides Regionalliga-Niveau ablieferte – aber eben auch ab und an schmerzliche Rückschläge hinnehmen musste.

Jetzt ist der UBC zurück in Liga drei – und die leisen Zweifel beim Chef sind fast verstummt. Das Team „hat noch mehr Tempo, hat sich im Passspiel verbessert und sollte das Zeug für die Liga haben“, sagt Lüsebrink. Mit den Neuzugängen Sophia Elter (BC Soest) sowie Sophie Herdering aus Bonn kam wichtige Verstärkung von außerhalb, Clara Finke, Julia Mallmann und Lisa Walter stoßen vom sogenannten K-Team aus Kinderhaus mit Starting-five-Potenzial dazu.

Petrovs wertvolles Abschiedsgeschenk

Auch in getrennten Ligen wird die Kooperation zwischen UBC und Westfalia intensiv weitergelebt. Nele Mühlmann und Anneke Siebeneck haben sich in Gegenrichtung verändert und wollen künftig in und für Kinderhaus punkten. Einmal in der Woche wird weiterhin gemeinsam trainiert.

Verabschiedet hat sich mit Hristo Petrov der ehemalige Trainer der zweiten Mannschaft. Der ehemalige bulgarische Nationalspieler will wieder mehr Zeit auf als am Platz verbringen und spielt künftig in der zweiten Regionalliga bei der SG Telgte-Wolbeck – hat seinem alten Club aber ein wertvolles Abschiedsgeschenk hinterlassen.

Petrov hat den Kontakt zum Fitnesscenter „Sports Place“ hergestellt und den Korbjägerinnen beste Trainingsbedingungen zu günstigen Tarifen vermittelt. „Das ist eine sehr große Hilfe für uns“, freut sich Wagner über die Zusammenarbeit. Die Spielerinnen nehmen das Angebot gerne an – und sind schon lange vorm Saisonstart wieder mit Hochdruck in der Trainingshalle. „Das macht schon wieder Spaß“, sagt Lüsebrink, den niemand mehr zum Training überreden muss.

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