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Rudern: Zweiter Renntag der Bundesliga

Dreisatz auf dem Wasserstraßenkreuz

Münster

Eigentlich könnte man sich einen Moment Zeit nehmen, um die Architektur des Wasserstraßenkreuzes in Minden zu bewunder, doch die Aktien im Münster-Achter haben am Samstag andere Prioritäten: Im Vollgas über den Mittellandkanal, 13 Meter über der Weser, um in der Ruder-Bundesliga auf Kurs zu bleiben.

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Ein Muss für jeden Touristen: Das Wasserstraßenkreuz in Minden – am Samstag spektakulärer Schauplatz der Ruder-Bundesliga. Foto: Blossey

Mit einem überzeugenden Dreisatz wollen die Recken aus dem Münster-Achter die Titelgleichung in der Ruderbundesliga lösen. Erster Satz: Standortbestimmung in Dortmund. Zweiter Satz: Machtwort in Minden. Dritter Satz: Krönung beim Heimspiel auf dem Aasee in Münster.

Aufgabe eins hat die Mannschaft aus Münster unter dem Kommando von Steuerfrau Rena Brüggemann in Dortmund bereits optimal gelöst: Der souveräne Auftaktsieg auf dem Phönixsee definierte den Standort des münsterschen Sprintachters – nämlich ganz vorne. „Das ist so, und daran müssen wir uns messen lassen“, sagt Mannschaftssprecher Christoph Koebe – und tritt sofort ein wenig die Euphoriebremse. „Ein Selbstläufer ist das nicht. In Dortmund waren alle 100 Prozent konzentriert und dabei. Da lief alles perfekt.“ Kleine Unregelmäßigkeiten könnten die Situation schnell verändern. Die erste kündigt sich bereits an: In Minden fehlt am Samstag aus der Erfolgsbesatzung Raymundo Ellermann.

Finale dahoam

Dennoch wollen die Münsteraner vor dem Finale „dahoam“ (11. September) ihre gute Ausgangsposition wahren. Als größte Konkurrenten sieht Koebe dabei die RBL-Novizen aus Osnabrück, die Crew aus Gießen und Mehrfachmeister Berlin. „Die sehe ich alle etwa auf einem Niveau.“ Sicher bleibt jedoch, dass die Rechnung auf dem Wasserstraßenkreuz in Ostwestfalen nicht ohne Münster gemacht wird.

Ein Heimspiel in Minden haben vier Ruderinnen aus Münster, denn im Mindener Melitta-Achter der Frauen ist mit Lisa Kisselewski und Linda Krafft vom ARC Münster sowie Mia Wiesenack und Nele Deittert vom RV Münster gleich die halbe Besatzung in einer Fahrgemeinschaft aus dem Münsterland angerollt. Das Boot hatte zum Auftakt Platz fünf vorgelegt und will jetzt 13 Meter über der Weser auf dem Mittellandkanal eine deutliche Steigerung zeigen.

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