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Handball: Trainerwechsel

Dreskornfeld und Ostendorf hören in Kinderhaus auf – Nachfolger gefunden

Münster

Doppelter Trainerwechsel bei Westfalia Kinderhaus: Im Sommer hören Michael Dreskornfeld bei den Verbandsliga-Herren Florian Ostendorf bei den Landesliga-Frauen auf. Für beide sind bereits Nachfolger gefunden.

Von Thomas Rellmann

Michael Dreskornfeld beendet sein Engagement im Sommer. Foto: Jörg Riemenschneider

Westfalia Kinderhaus ist im Handball nicht erst seit dieser Saison die klare Nummer eins in Münster. Am Saisonende steht nun eine Zäsur auf den Trainerbänken der ersten Mannschaften an. Michael Dreskornfeld übergibt bei den Männern den Posten an Marcel Graefer, der von Eintracht Hiltrup kommt. Bei den Frauen löst Verena Löffler ihren aktuellen Coach Florian Ostendorf ab.

Der Grund für die Abschiede liegt in beiden Fällen im persönlichen Bereich. Dreskornfeld, der mit seinem Team im vergangenen Jahr am grünen Tisch in die Verbandsliga gerückt war und zuvor selbst viele Jahre für den Verein gespielt hatte, legt seine Aufgabe „schweren Herzens“ nieder, möchte aber gern noch den Klassenerhalt packen.

Graefer, der auch schon beim SC Münster 08 und beim SC Everswinkel arbeitete, wurde der Mannschaft bereits am Dienstagabend vorgestellt. „Wir hätten gerne mit Michael weitergearbeitet, da er eine unglaubliche Akribie an den Tag legt und unsere Clubphilosophie zu 100 Prozent versteht“, sagt Seniorenwart Sven Schlüter.

Den Nachfolger beschreibt er als „routiniert trotz seines jungen Alters“. Graefer selber sagt: „Nach fünf Jahren in Hiltrup war es an der Zeit, eine neue Erfahrung zu machen. Ich freue mich, in Kinderhaus unter guten Bedingungen arbeiten zu können.“

Ostendorf hilft beim Übergang

Bei Ostendorf liegt der Faktor Zeit auf der Hand. Der 36-Jährige fungiert beim Zweitligisten TV Emsdetten als Geschäftsleiter und zieht demnächst auch dorthin. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, sie war durchaus emotional. Aber ich habe bei meinem Arbeitgeber immer mehr Verantwortung und hätte nicht zu 100 Prozent zur Verfügung gestanden.“

2016 hatte er die Westfalia-Damen erst interimsweise übernommen und sie dann 2019 bis in die Oberliga geführt. Ostendorf will Löffler, die 2020 vom ETSV Witten kam und dort schon einige Jugend-Mannschaften trainierte, einen fließenden Übergang ermöglichen und sie anfangs etwas unterstützen.

"Das Unmögliche möglich machen"

Die C-Lizenz-Inhaberin steht momentan noch als Rückraum- und Abwehrspezialistin beim Landesliga-Zweiten auf der Platte. „Ein neuer Impuls kann gut tun. Mir war wichtig, dass die Entwicklung fortgeführt wird. Verena kann mich immer fragen.“ Für die Restsaison gibt der Noch-Coach ein klares Ziel aus: „Wir wollen oben dran bleiben und das Unmögliche möglich machen.“ Sprich: Spitzenreiter Everswinkel II doch noch abfangen.

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