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19. Volksbank-Münster-Marathon

Ein Fest der Hoffnung mit mehr als 2100 Aktiven

Münster

Fast überall steigen die Inzidenzwerte. Dennoch findet am Sonntag der 19. Volksbank-Münster-Marathon statt. Mit strengen Hygieneauflagen und diversen Einschränkungen. Gut 2100 Aktive haben gemeldet, dazu gesellen sich 5800 Sportlerinnen und Sportler aus 1450 Staffeln.

Von André Fischer

Elias Sansar Foto: Jürgen Peperhowe

Laufen, so weit die Füße tragen. 42 195 Meter – Münster feiert am Sonntag ein Fest der Hoffnung. Ein Jahr vor dem Jubiläum stehen bei der schon 19. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons die Ampeln auf Grün.

Unter strengen Hygieneauflagen und mit vielen Einschränkungen werden sich mehr als 2100 geimpfte, genesene oder getestete Ausdauerrecken um 9 Uhr in der Frühe der besonderen Herausforderung stellen. Alles andere als selbstverständlich in Zeiten einer Pandemie, die vielerorts die Veranstalter großer Lauf-Events wie in Köln, Düsseldorf oder Frankfurt in die Knie zwingt.

Kenianer Samuel Lomoi ist Anwärter auf den Sieg

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers – heißt es so schön. Und das wollen die „Macher“ um Chef-Organisator Michael Brinkmann nach der coronabedingten Absage 2020 wieder entfachen. Gleichzeitig dient das Event als Testballon für den Sparkassen-Münsterland-Giro, der am 3. Oktober durch die Region rollen soll. Im Bereich vom Prinzipalmarkt bis zum Aegidiimarkt sind 4000 Zuschauer im Rahmen der 3G-Regel zugelassen. Wenn die Läuferinnen und Läufer auf die Zielgerade einbiegen, den ersten Fuß mit Blick auf die Lambertikirche auf den roten Teppich setzen, ist das jener Moment, in dem der Körper unter tosendem Applaus des Publikums Glückshormone ausschüttet, eine Art rauschartige Euphorie entfacht. Gänsehaut inklusive. Das zieht!

„Deine Best(e) Zeit“ – das ist das Motto 2021. Und Triebkraft für schnelle deutsche Athletinnen und Athleten, an hohe Preisgelder heranzukommen. Es wurden explizit keine Eliteläufer vom Ausrichter eingeladen. Gemeldet hat indes der Kenianer Samuel Lomoi, Bestzeit: 2:12:20 Stunden. Er ist ein ganz heißer Anwärter auf den Sieg. Der Streckenrekord von Justus Kiprotich (Kenia) aus dem Jahr 2018 (2:09:28 Stunden) dürfte indes unangetastet bleiben.

Mehr als 25 Nationen entsenden Teilnehmende

Ganz vorne wird auch der deutsche Seriensieger Elias Sansar (TuS Eintracht Bielefeld) erwartet. Möglich, dass er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Raoul Jankowski vom Braunschweiger Laufclub liefert – die Top-Zeiten der beiden liegen zwischen 2:21:03 und 2:21:49 Stunden. Bei den Frauen sind die Kenianerinnen Monica Cheruto (2:41:13) und Sophy Jepchirchir, die erstmals in Europa läuft, favorisiert (2:41:20).

Münster begrüßt am Sonntag die Welt. Auch dieser Slogan passt. Zusagen gibt es aus Brasilien, Ecuador, Hongkong, Thailand oder den USA. Weit mehr als 25 Nationen entsenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Stadt. Darunter viele Novizen, die in der Corona-Krise auf den Geschmack gekommen sind. Sie alle werden laufen, so weit sie die Füße tragen. Im besten Fall 42,195 Kilometer.

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