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Reiten: Turnier in der Halle Münsterland

Ein neuer Namenspatron – aus dem K+K-Cup wird der Agravis-Cup

Münster

Das traditionsreiche Reitturnier in der Halle Münsterland kommt 2022 mit einem neuen Namen daher. Aus dem K+K-Cup wird dann der Agravis-Cup, der Konzern aus Münster weitet damit seine langjährige Unterstützung aus. Sehr zur Freude von Turnierchef Oliver Schulze Brüning, der nicht nur wegen des Agravis-Deals zuversichtlich in die Zukunft schaut – trotz der schweren Zeiten.

Henner Henning

Nicht nur Dr. Dirk Köckler (v.l., Vorsitzender des Agravis-Vorstands) und Oliver Schulze Brüning als Vorsitzender des Reiterverbands Münster freuen sich über die Fortführung der Partnerschaft. Auch (h.v.l.) Dr. Ursula Paschke (Geschäftsführerin Halle Münsterland), Rainer Stegemann (Geschäftsführer Reiterverband), Dr. Hans-Peter Karp (Geschäftsführer Equovis) sowie Dr. Kaspar Funke (Escon) sind froh, dass das Reit- und Springturnier vor einer gesicherten Zukunft steht. Foto: Agravis

Was lange währt, wird endlich gut. Schon seit Jahren ist die Agravis Raiffeisen AG mit dem Reit- und Springturnier in der Halle Münsterland verbandelt, ist durch einige ihrer Tochtergesellschaften längst wichtige finanzielle Unterstützerin. Dass der Konzern, der am Industrieweg seinen Hauptsitz in Sichtweite zur Halle hat, sein Engagement gerne ausweiten würde, hatte er in der Vergangenheit beim gastgebenden Reiterverband Münster hinterlegt, flirtete mit dem Gedanken, Namensgeber des Turniers zu werden. Aus diesem Flirt ist nun mehr geworden: Ab 2022 findet am Albersloher Weg nicht mehr der K+K-, sondern der Agravis-Cup statt. Dann vom 12. bis zum 16. Januar.

Von 2008 an war das in Gronau ansässige Lebensmittelunternehmen Titelsponsor, hatte damals die Nachfolge der Rolinck-Brauerei (1990 bis 2007) angetreten. Nun schied K+K – zumindest vorläufig – aus. Der Weg war frei für die Agravis, für die kommenden vier Jahre hat sie das Namenspatronat übernommen. „Es hat nicht viel Mühe gekostet, mich zu überzeugen. Die Marke des Turniers passt einfach zu uns, es ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagt Dr. Dirk Köckler. Der Vorsitzende des Agravis-Vorstands hat zudem eine persönliche Beziehung zu dem Reitevent, ist schon seit 30 Jahren dabei – damals ritt seine Ehefrau bei der „Bauernolympiade“ für den RV St. Hubertus Wolbeck mit.

Lücke geschlossen

Die Zusage der Agravis – im vergangenen Jahr hatte mit der LVM-Versicherung ein weiterer wichtiger Partner sein Engagement bis 2026 verlängert – gibt dem Traditionsturnier in den coronabedingt schweren Zeiten Planungssicherheit, die entstandene Lücke konnten Oliver Schulze Brüning (Vorsitzender des Reiterverbands) und seine Mitstreiter schnell schließen. „Das freut uns sehr. In dieser tollen Zusammenarbeit gehen wir damit einen Schritt weiter. Für die Unterstützung sind wir sehr, sehr dankbar“, sagt Schulze Brüning, der auch mit den zahlreichen weiteren Groß-, Mittel- und Kleinsponsoren in „guten Gesprächen“ steht und auf „weitere Unterstützung“ hofft. Wie sich die finanzielle Situation in zwölf Monaten letztlich darstellt und wie hoch der Etat (zuletzt etwa 700 000 Euro) sein kann, werden die Folgen der Pandemie zeigen. „2021 hätten wir das Turnier finanziell im normalen Rahmen durchführen können. Wie es im nächsten ist, müssen wir abwarten“, sagt Rainer Stegemann, Geschäftsführer des Reiterverbands.

Schulze Brüning: „Stolz auf das Konzept“

Gleiches gilt für den sportlichen Bereich. An dem bewährten, bei Reitern, Zuschauern und Sponsoren gleichermaßen beliebten Konzept mit einer Mischung aus Spitzensport und ländlicher Reiterei samt dem „Herzstück Bauernolympiade“ soll sich nichts ändern. Dennoch hält Schulze Brüning die Augen auf. „Man muss schauen, wie und ob sich die Turnierlandschaft ändert und wir reagieren müssen. Aber auf das Konzept sind wir sehr stolz und sind damit zufrieden.“ Und das sieht auch die Agravis so.

Kommentar: Verlässlichkeit und Vertrauen

an darf Oliver Schulze Brüning und dem Reiterverband Münster als Ausrichter des Hallenturniers nur gratulieren. Kaum zieht sich ein großer Sponsor zurück, steht ein anderer Gewehr bei Fuß und erhöht sein Engagement. Das gibt Planungssicherheit und lässt alle Beteiligten ruhig schlafen. Wohl dem, der auf solche Partner zählen kann. Diese neue Vereinbarung ist das Ergebnis der hervorragenden Arbeit, die der Veranstalter seit gefühlten Ewigkeiten leistet. Verlässlichkeit und Vertrauen sind die Zauberworte, man schätzt sich und geht offen miteinander um. So haben langjährige Partnerschaften Bestand. Dass das Turnier ganz nebenbei hoch in der Gunst der Reitsportfans aus Münster und Umgebung steht, hilft natürlich auch. Henner Henning

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