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Handball: Landesliga

Emotionen, Hektik und zwei Meinungen

Münster

Derbytime in Kinderhaus – und im Anschluss zwei Trainer, die zwei ziemlich unterschiedliche Spiele gesehen haben. Andreas Helftewes vom unterlegenen BSV Roxel ein ordentliches, Florian Ostendorf von Westfalia Kinderhaus ein eher schwaches. Einigkeit herrschte aber darüber: Hektisch war´s ....

Von Ansgar Griebel

BSV-Spielerin Jana Bertelt sucht und findet die Lücke Foto: Jörg Riemenschneider

Andreas Helftewes war mit der Gesamtsituation nach dem Abpfiff nicht ganz zufrieden, dazu dürfte unter anderem beigetragen haben, dass seine Landesliga-Handballerinnen vom BSV Roxel gerade das Derby bei Westfalia Kinderhaus mit 25:28 verloren hatten. Allerdings war Florian Ostendorf. Trainer der Siegerinnen, ebenfalls nicht wirklich glücklich mit den vorangegangenen 60 Minuten. Zwei Trainer, zwei Blickwinkel.

Dezente Zwischentöne

Wenn man ganz genau hinhörte und ein wenig zwischen die Zeilen tauchte, dann spürte man auch einen Hauch Zufriedenheit bei Helftewes. Der BSV-Coach attestierte den Gegnerinnen „sehr guten Handball“ und „beste Chancen auf den Aufstieg“, dazu „hohes Tempo, viel Druck und robustes Defensivverhalten“. Seine eigene Mannschaft, durch Verletzungen etwas in den personellen Möglichkeiten beschränkt und mit einer „schlimmen Trainingswoche“ im Gepäck, lieferte aber ebenfalls zur vollsten Zufriedenheit. Also Ende gut, alles gut? Nicht ganz – denn Helftewes erlebte an diesem Samstagabend in der Kinderhauser Dreifachhalle ein Schiedsrichtergespann, „das leider nicht seinen besten Tag hatte. Zumindest hatte ich das so gesehen – und eigentlich neige ich dazu, das immer eher sachlich zu analysieren“, so Helftewes. „Meine Spielerinnen wollen auch nicht, dass ich gegen die Unparteiischen wettere. Nicht während des Spiels und auch nicht danach. Aber, die haben mit uns gemacht, was sie wollten. Mindestens fünf Siebenmeter für uns und einige Rote Karten gegen Kinderhaus wären fällig gewesen. Dann hätten wir sicher ein noch knapperes Ergebnis gesehen.“

Hektik gehört zum System

Doch so knapp, wie es sich anhörte, war es gar nicht, sagte Ostendorf in seiner Analyse. Der Westfalia-Trainer allerdings hatte anders als sein Gegenüber „ein Handballspiel auf eher niedrigem Niveau“, allemal, so Ostendorf „unsere bislang schlechteste Saisonleistung“. Die Schiedsrichter, „zu denen ich grundsätzlich nichts sage“, hätten aber „einen vernünftigen Job“ gemacht. Tatsächlich sei es auf dem Parkett ein wenig hektisch zugegangen, „aber das gehört auch zu unserer offensiven 3-2-1-Verteidigung, mit der Roxel nicht wirklich klargekommen ist“.

Roxel jetzt gegen Sparta

Dem BSV steht am 18. Dezember bereits das nächste Derby ins Haus, dann geht es gegen Sparta Münster, das sich beim 28:19 gegen die DJK Nottuln auf Betriebstemperatur brachte. Kinderhaus ist für dieses Jahr bereits durch, das Gipfeltreffen der beiden ungeschlagenen Spitzenreiter steht am 26. Januar (Mittwoch) beim SC Everswinkel an. Bereits am 15. Januar starten auch die Westfalia-Spielerinnen mit einem Derby ins neue Jahr. Gegner dann ist der SC Münster 08, der am Wochenende nicht ranmusste.

Herren mit zwei Siegen und einer Niederlage

In der Herren-Landesliga feierten Nullacht (30:25 gegen Arminia Ochtrup) und Eintracht Hiltrup (25:18 beim TV Kattenvenne) Erfolge, während sich Schlusslicht Sparta bei Spitzenreiter HC Ibbenbüren mit 23:31 geschlagen geben musste.

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