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Reiten: Ländliche Vielseitigkeits-EM

Feldmann und „Frieda“ peilen in Holland erneut Platz eins im Team an

Münster

Frank Feldmann und seine Stute „Frieda“, die eigentlich Florenz heißt, treten Ende August bei der Vielseitigkeits-EM in der ländlichen Reiterei an. In den Niederlanden würde der Münsteraner vom RV Sprakel gerne seinen Titel mit der Mannschaft verteidigen.

Ulrich Schaper

Tolles Paar: Frank Feldmann und seine westfälische Rappstute Florenz, die er liebevoll „Frieda“ nennt. Nach dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft wollen beide nun auch Gold bei den Europameisterschaften. Foto: Jürgen Peperhowe

Man merkt das sofort: Die beiden verstehen sich. Allerdings ist ihre Beziehung nicht ganz frei von Eifersucht. Ein dezenter Stupser mit der Nase, ein leichtes Ziehen am Zügel und schon gehört die volle Aufmerksamkeit von Frank Feldmann auch wieder seiner schwarzbraunen Rappstute Florenz.

Titelverteidiger Deutschland

Vom 20. bis 23. August finden im niederländischen Helvoirt die Europameisterschaften der ländlichen Vielseitigkeitsreiterei statt. Für Titelverteidiger Deutschland sattelt auch der 29-jährige Münsteraner Feldmann seine „Frieda“, wie er sein Pferd liebevoll nennt.

Erst im Mai hatte Feldmann die Westfalenmeisterschaft gewonnen – es war sein erster Titel in einem internationalen Wettbewerb. Nun also geht es noch einen Schritt weiter. In der kommenden Woche trifft er in einem Vorbereitungslehrgang in Lastrup auf seine sieben Mitstreiter. Am Ende des Trainingslagers wählt der Bundestrainer sechs von ihnen aus, die am Ende erneut um den Titel kämpfen.

Besitzer Gausepohl

„Natürlich ist ein bisschen Aufregung da, in erster Linie aber freuen wir uns auf das Event“, so Feldmann. Wir, das sind er und Frieda. Im zarten Alter von vier Jahren hat er das Pferd, das im Besitz von Wilhelm Gausepohl ist, übernommen und ausgebildet. Die heute elf Jahre alte Stute hat mittlerweile viel Erfahrung und einige Titel. „Wenn sie sieht, dass es ins Gelände geht, merkt man ihr regelrecht an: Sie liebt das – es bereitet ihr wirklich Freude.“

Sechs Tage pro Woche trainieren beide zusammen, fester Bestandteil sind derzeit Krafteinheiten am Berg, in denen es darum geht, die nötige Power für den Geländeritt aufzubauen. Gleichwohl ist das große Ziel, in der Mannschaftsdressur mitzureiten. „Ich habe ja bereits einiges an Erfahrung durch die Teilnahme an der Bauernolympiade beim K+K-Cup in Münster.“ Insofern ist seine Zielsetzung forsch: „Ich denke, dass wir gute Chancen haben, den Titel zu verteidigen. Das Ziel ist Platz eins.“

Miteinander zählt

Vor zwei Jahren im österreichischen Laintal gab es neben dem Team-Sieg auch Einzelgold für Friederike Topphoff-Kaup mit Lady You TSF sowie Silber für Janet Wiesner mit FST Golden Joy. „Bei allem sportlichen Ehrgeiz entspricht es aber auch dem Geist dieses Championats, das Teamerlebnis und Miteinander mit den anderen Nationen zu pflegen und zu genießen“, so Feldmann.

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