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Fußball: Bezirksliga

Gelmer dreht Spiel – Packung für Wolbeck

Münster

Einen langen Anlauf benötigte GW Gelmer im Derby gegen BW Aasee. Die Gäste hätten die Begegnung in der ersten Halbzeit vorentscheiden können. Der VfL Wolbeck war als Gast von Staffel-7-Primus Soest auf einiges vorbereitet. Die Packung fiel dennoch herb aus.

Von Ansgar Griebel und Wilfried Sprenger

Manndeckung aus dem Lehrbuch: Jonas Zilch (v., Aasee) wird betreut von Gelmers Thorsten Schürmann. Foto: Wilfried Hiegemann

Noch ist die Hinrunde nicht zu Ende gespielt. Doch auf einen Nichtabstiegsplatz wird BW Aasee zur „Halbzeit“ nicht mehr springen. Am Sonntag verloren die Blau-Weißen das Derby bei GW Gelmer mit 1:4. André Kuhlmann war nach dem Abpfiff zumindest für kurze Zeit ratlos. „Eigentlich müssen wir zur Halbzeit 3:0 oder 4:0 führen. Dieses Spiel durften wir nicht verlieren“, haderte der Trainer. Tatsächlich erwischten die Gäste einen fabelhaften Start. Schon in der dritten Minute traf Jonas Zilch zum 0:1. In der Folgezeit erspielte sich Aasee weitere Großchancen, aber erzielte kein weiteres Tor. Kuhlmann konnte „es nicht fassen. Wir hatten doch Möglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt“. Und auch Pech, als Max Picht nur den Innenpfosten traf. Nach der Halbzeit wendete sich das Blatt. Gelmer war nun da und übernahm das Kommando. „Wir haben uns in der Pause geschworen, noch einmal die letzten Reserven aus dem Tank zu hauen. Das ist gelungen. Ich fand es überragend, wie die Mannschaft das Spiel gedreht hat“, meinte Spielertrainer Trainer Gerrit Göcking. Mit der Einwechslung von Oliver Ritz und Mark Behling hatte er ein glückliches Händchen. Beide brachten viel Schwung in die Aktionen der Gastgeber. Göcking-Assistent Ritz erzielte nach 68 Minuten auch den Ausgleich, nur drei Zeigerumdrehungen später gelang Niklas Houghton das 2:1. Gelmers Torjäger traf auch zum 3:1, ehe Ritz (90.+3) den Endstand markierte. Mit diesem Dreier setzte sich Gelmer zunächst einmal ein Stück von der roten Zone ab.

In der Bezirksliga-Staffel 7 hatte der VfL Wolbeck die zweifelhafte Ehre, den ungeschlagenen Klassenprimus Westfalia Soest aus dem Jahr zu begleiten. Dass der Spitzenreiter in seinem 15. Saisonspiel den 15. Sieg einfahren würde, hatte VfL-Coach Kolja Zeugner schon auf dem Zettel, dass sein Team bei der Gelegenheit sieben auf einen Streich kassiert, eher nicht. „Soest hat schon eine brutale Qualität“, konstatierte Zeugner nach 60 guten und 30 katastrophalen Minuten seiner Mannschaft. Eine Stunde lang setzte der VfL die Weisung des Trainers vorbildlich um. „Wir wollten mitspielen, wie wir es auch in den letzten Spielen getan haben und auch unsere Chancen erspielen.“ Das klappte ordentlich bis gut, das 2:0 der Platzherren beim Seitenwechsel „war eher noch zu hoch“, so Zeugner. Doch nach der 60. Minute erlahmte die Gegenwehr, der VfL schwenkte die weiße Fahne – vergeblich. Soest feuerte weiter und schickte Wolbeck mit einer mächtigen Packung in die Winterpause. 7:0 hieß es beim Schlusspfiff. „Nicht schön, aber das können wir vor der Rückrunde verarbeiten.“

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