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Volleyball: German Beach Tour

„Bis hin zur Weltklasse“: Stars baggern ab Donnerstag am Hafen

Münster

Beachvolleyball ist in Münster seit vielen Jahren fest verwurzelt. Nach Pandemie-Pause macht die deutsche Tour von diesem Donnerstag an wieder Station in der Stadt. Erstmals auf dem Hafenplatz und wie immer mit erlesenen Starterfeldern. Eine ganz große Volleyballerin muss sogar in die Qualifikation.

Von Wilfried Sprenger

Ein bisschen verwirrend: In Münster tritt Louisa Lippmann (rechts) mit Lea Kunst (links) an. Bei der EM wird Kira Walkenhorst ihre Partnerin im Sand sein. Danach kommt es dann zur verheißungsvollen Verbindung mit Olympiasiegerin Laura Ludwig. Foto: Imago/Beautiful Sports

Im April noch stand die German Beach Tour, wichtigste nationale Serie der Sandvolleyballer, komplett auf der Kippe. Die Vermarktungsfirma musste Insolvenz anmelden, ein Schock für die Protagonisten im Viereck. Rettung nahte in Person von Alexander Walkenhorst. Der Ex-Profi und Bruder von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst übernahm und zeichnet mit einer neu gegründeten GmbH verantwortlich für Organisation und Vermarktung. Von diesem Donnerstag an und bis zum Sonntag macht die Tour am Hafenplatz in Münster Station. Walkenhorst verspricht Top-Sport „bis hin zur Weltklasse“.

Tatsächlich sind Männer- und Damen-Felder überragend besetzt. In der Qualifikation am Donnerstag (ab 9 Uhr) werden sich viele Augen auf Louisa Lippmann richten. Die überragende Hallenspielerin der vergangenen Jahre hat das Fach gewechselt und wagt einen Neustart im wandernden Sandzirkus. Mittelfristig will die 27-Jährige ihr Glück an der Seite von Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig (zurzeit noch in Babypause) suchen. Das gemeinsame Ziel ist nicht gänzlich unbescheiden: Qualifikation für die Spiele 2024 in Paris.

Trifft Lippmann auf ihre EM-Partnerin?

Näher liegen die Europameisterschaften in München (15. bis 21. August) – dort geht Lippmann mit Ludwigs Rio-Partnerin Walkenhorst ins Rennen. Eine Wildcard macht’s möglich. In Münster gab es die für Lippmann nicht. Also muss die ehemalige Bundesligaspielerin des USC in Ermangelung nötiger Ranglistenpunkte durch die Qualifikation. An ihrer Seite am Hafen: Lea Kunst (Hamburg).

Es ist ein ziemliches Wechselspiel, dem sich Lippmann da am Anfang ihrer Beachkarriere unterzieht. Dass sie, die es gewohnt ist, im Rampenlicht zu stehen, in Münster zunächst um einen Platz im Hauptfeld ringt, macht die Herausforderung noch spezieller. Walkenhorst sieht’s pragmatisch: „Wer nicht genug Punkte hat, muss sich durchbeißen. So sind die Regeln.“

Machen in Münster gemeinsame Sache: Kira Walkenhorst (li.) und Anna-Lena Grüne  Foto: Imago/Beautiful Sports

Pikanterie am Rande: Auch Lippmanns EM-Partnerin Kira Walkenhorst ist in Münster am Ball. Gemeinsam mit Anna-Lena Grüne greift die 31-jährige Borkenerin in den ersten Hauptrunden-Begegnungen am Donnerstagnachmittag ein. Favoriten auf den Gesamtsieg sind die Nationalspielerinnen Chantal Laboureur (Stuttgart) und Sarah Schulz (Stuttgart) als amtierende Deutsche Meister.

Tribüne ist teilweise reserviert, Eintritt frei

Nach zwei Jahren ohne Top-Veranstaltung fiebert die Szene in Stadt und Umland der Rückkehr der Spitzenteams förmlich entgegen. Bei keinem anderen Turnier der Serie waren die Tribünenplätze (knapp 500) auf dem Center-Court so schnell vergriffen wie hier. „Das hat mich nicht überrascht. Münster ist absolut Volleyball-affin und mit dem USC als Bundesligisten ja auch eine Hochburg“, erklärt Walkenhorst.

Trotz komplett reservierter Tribüne am Samstag und Sonntag bleiben die Türen zur Anlage natürlich offen. Bei freiem Eintritt. „Jeder ist willkommen, es gibt genügend Stehplätze an den Courts. Und an den ersten beiden Tagen sind ohnehin keine Reservierungen möglich“, sagt Walkenhorst.

Gern verweist der Strippenzieher auf die Besetzung der Männer-Konkurrenz. „Erstklassig. Die Fans dürfen sich auf besten Beachvolleyball freuen“, sagt er. Ein Blick in die Setzliste unterstreicht die Qualität des Feldes. Mit Paul Henning/Sven Winter (Frankfurt/Düsseldorf) reist ein Nationalteam an, die Zwillinge David und Bennet Poniewaz (Schüttorf) zählen seit Jahren zur nationalen Spitze und waren 2019 Deutscher Meister.

Die Qualifikation beginnt an diesem Donnerstag um 9 Uhr, die ersten Hauptrundenpartien sind für 15 Uhr angesetzt. Am Freitag wird ab 12 Uhr gespielt, am Samstag ab 10 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr.

In beiden Konkurrenzen wird ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10 000 Euro ausgeschüttet.

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