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Fußball: Tribünengespräch

Gievenbeck bewegt sich über Soll – Redebedarf bei Münster 08

Münster

Auch wenn am Ende eine Niederlage stand und in den jüngsten sechs Partien nur ein Sieg gelang, hat sich der 1. FC Gievenbeck in der Oberliga ordentlich etabliert. Dennoch bleiben die Sinne geschärft. Erst recht gilt das für die Bezirksligisten SC Münster 08 und GW Gelmer.

Von Thomas Rellmann und Wilfried Sprenger

Nach der vergeblichen Abwehrschlacht in Gütersloh war die Enttäuschung groß. Foto: Thomas Rellmann

Der Vergleich FCG gegen FCG versprach im Vorfeld oberflächlich betrachtet ein Spiel unter Tabellennachbarn zu werden. Tatsächlich aber spielte dort Top-Favorit FC Gütersloh gegen Aufsteiger 1. FC Gievenbeck. Das 3:1 am Ende konnte niemanden überraschen. Gleichgültig nahmen die Münsteraner den Rückschlag nicht hin, nach Abpfiff wurde angeregt diskutiert. Die Ansprüche sind gewachsen.

Florian Reckels (l.) und Johan Scherr waren enttäuscht. Foto: Thomas Rellmann

Ohne das 4:1 gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ließe sich vielleicht eine komplizierte Phase konstruieren. Laut Trainer Florian Reckels ist das Kreispokal-Aus bei Landesligist Concordia Albachten aber schon abgehakt. Bei Licht betrachtet liegt das Team ohnehin weiter über dem Soll: 15 Zähler nach elf Partien. Einer weniger als 2018/19, fünf mehr als 2012/13 zu diesem Zeitpunkt.

Scherr verspricht Sieg

Der Blick geht, auch mit der Erfahrung der schnellen Abstiege vor zehn und vier Jahren, von Beginn an nach unten. Das kann ein Plus werden. Reckels aber bewertete zunächst mal nur den Moment und sagte: „Die Art und Weise war unglücklich, auch wenn man in Gütersloh verlieren kann und das Ergebnis verdient war.“

Der Coach, aber auch sein Kapitän Johan Scherr erinnerten an die vielen Verletzten wie Nils Heubrock (kurzfristiger Ausfall mit dickem Knie), Justus Kurk, Frederik Schulte oder Janes Niehoff. „Das tat uns schon weh“, sagte Scherr – immerhin gab Philip Röhe nach zwei Kreuzbandrissen sein Kurzcomeback. Der Spielführer blickte aber zugleich nach vorn und versprach: „Einen der Großen schlagen wir.“ Bei Preußen II und am Sonntag hatte das nicht geklappt. Doch die nächsten beiden Gelegenheiten sind günstig. Erst ist der Zweite TuS Bövinghausen mit Kevin Großkreutz am Samstag zu Gast im Sportpark, dann Spitzenreiter Westfalia Rhynern.

Frustrierender Einstand für GWG-Trainer Sroub

Drei Klassen tiefer in der Bezirksliga haderten am Sonntag zwei Trainer mit Ergebnissen und Leistungen ihrer Schützlinge. Ganz arg erwischte es GW Gelmer, das im Heimspiel gegen die SV Ibbenbüren 0:10 (0:5) unterlag. Ein frustrierender Einstand von Trainer Simo Sroub, der erst in der vergangenen Woche das Amt von Emre Kücükosman übernommen hatte. „Uns haben viele Leute gefehlt, deshalb mussten wir mit einer Niederlage rechnen“, räumte Sroub ein. Die Höhe indes wird ihn schon heftig getroffen haben. Es sei nun wichtig mit dem Ergebnis umzugehen und alsbald wieder positiv zu denken. „Eines ist klar“, stellte Sroub unerschütterlich fest: „Der Klassenerhalt bleibt unser Ziel. Davon rücken wir nicht ab.“

Gerrit Göcking

Deutlich höher sind die Ansprüche beim Nachbarn SC Münster 08. Deshalb war das 3:4 gegen den SC Greven 09 auch sehr schmerzhaft. Trainer Gerrit Göcking nahm sich noch am Sonntagabend seine Defensiv-Abteilung zur Brust. „Das war ohne Wenn und Aber ungenügend. So werden wir unsere Ziele nicht erreichen.“ Für die Trainingswoche meldete der enttäuschte Coach Redebedarf an.

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