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EM der ländlichen Vielseitigkeitsreiter: Deutschland verteidigt den Titel

Gold und Silber für Frank Feldmann

Münster

Deutschland hat seinen Titel bei der Europameisterschaft der ländlichen Vielseitigkeitsreiter im niederländischen Helvoirt erfolgreich verteidigt. Anteil am Erfolg hatte auch der Münsteraner Frank Feldmann – der sich mit seiner Stute „Florenz“ neben der Goldmedaille mit dem Team zudem die Silbermedaille in der Einzelwertung sicherte.

Ulrich Schaper

Die deutsch Equipe jubelt über die erfolgreich Titelverteidigung im niederländischen Helvoirt. Nach der Mannschaftsdressur lag das Team noch auf Rang drei – überzeugte aber in den verbleibenden Teilprfungen. Foto: EventingPhoto

Für Frank Feldmann und seine Stute „Florenz“ war es nach dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft der erste Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Und erfolgreicher hätte dieser kaum sein können: Bei der EM der ländlichen Vielseitigkeitsreiter im niederländischen Helvoirt gewann der Münsteraner zunächst Gold mit der Mannschaft. Anschließend sicherte er sich auf „Frieda“, wie er seine schwarze Rappstute liebevoll nett, noch die Silbermedaille im Einzel.

„Das hätte ich vorher nicht zu träumen gewagt, das ist unbeschreiblich schön“, sagte der 29-Jährige, der selbst „völlig überrascht“ über den Erfolg war.

Nach der Dressur überraschend „nur“ auf Rang drei

Als Titelverteidiger angereist, landete die Deutsche Equipe nach der Mannschafts-Dressur, der Auftaktdisziplin der Wettbewerbe, unerwartet auf Rang drei; hinter der Konkurrenz aus Großbritannien und den Niederlanden. „Normalerweise ist diese Teilprüfung in der Vergangenheit eine Stärke der Equipe gewesen“, erklärt Feldmann. Eine ungewöhnliche Drucksituation also, mit der die Reiter haben umgehen müssen. „Wir wussten, dass wir uns nach dem Rückstand ins Zeug legen müssen.“ Gleich drei der sechs Mannschaftsteilnehmer stellte der Reitverband Westfalen: Neben Feldmann sattelten Marc Dahlkamp (ZRFV Lützow-Selm-Bork-Olfen Selm Cappenberg) und Anna Roggenland (RFV Warendorf) ihre Pferde in Helvoirt. Und sie alle machten ihre Sache in den weiteren Disziplinen außergewöhnlich gut; vor allem im Geländeritt überragte die Deutsche Mannschaft alle anderen und brachte als einziges Team alle Reiter ohne Hindernisfehler ins Ziel.

Damit setzte sich das Team von Bundestrainer Roger Böckmann vor dem abschließenden Springen an die Spitze des Feldes. Silber ging an Großbritannien, Bronze an Belgien.

Abwurf im Springen nicht mehr relevant

Für das beste Einzelergebnis im deutschen Team sorgte erneut Feldmann. Beim Sieg der Britin Francesca Raid Warrilow landete der 29-Jährige mit einer Nullrunde und nur einem Abwurf im Springen auf Rang zwei. „Dieser Fehler war allerdings nicht mehr von Relevanz für die Platzierung“, sagt Feldmann. Die Britin sei schon zu weit in Front gewesen, er selbst hatte bereits genug Luft auf das Verfolgerfeld.

Das Duo ist mittlerweile zurück in Münster-Sprakel und genießt den jüngsten Erfolg, was nichts anderes heißt, als Füße, respektive Hufe hochlegen. „Das hat sich Frieda verdient.“

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