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Reiten: 58. Auflage

Gustav Rau Westbevern gewinnt erneut die Jugend-Wanderstandarte

Münster

Westbevern, wer sonst? Der Rekordchampion Gustav Rau verteidigte im Wettkampf um die Jugend-Standarte der Stadt Münster seinen 2020 zurückeroberten Titel und lag dabei mit 165,86 Punkten knapp vor dem RV Appelhülsen (164,22) und dem RV Greven (161,74). Knapp am Podium vorbei schrammte dagegen der RV Albachten (160,25)

Von Michael Schulte

Der RV Gustav Rau Westbevern mit seiner Reitlehrerin Tanja Alfers hat einmal mehr den Wettkampf um die Jugend-Standarte der Stadt Münster gewonnen. Foto: Frank Wahlert

Für die Mädels gibt es eine Pizza, für die Pferde eine Extra-Portion Hafer oder wahlweise Möhren – in Westbevern wird wieder gefeiert. Die Jugend-Standarte der Stadt Münster wandert einmal mehr ins Vereinsheim von „Gustav Rau“ und kann dort ihren angestammten Platz einnehmen. Denn der Titelverteidiger verteidigte seinen Titel beim Dr.-Paul-Brintrup-Gedächtnispreis, der Bauernolympiade für Jugend und Junge Reiter. Und auch in diesem Jahr hat das kaum einen Reitsportfan überrascht.

Ehre, wem Ehre gebührt, das ist klar. Aber ein Selbstläufer war das nicht für Westbevern an diesem Wochenende. Dafür sorgten vor allem die Teams vom RV Appelhülsen unter Reitlehrerin Heike Geßmann und dem RV Greven (Petra Leusmann), die knapp hinter Westbevern das Podium komplettierten. Und weil auch die übrigen sieben Mannschaften wie etwa der viertplatzierte RV Albachten oder die Startgemeinschaft RFV Handorf-Sudmühle/RV St. Hubertus Wolbeck als Sechste guten Sport boten, konnte Britta Krebbing, die Jugendwartin des Reiterverbandes Münster, ein ausgesprochen positives Fazit ziehen. „Sportlich toll, organisatorisch top, Zuschauerresonanz super. Wir sind rundum zufrieden.“

Lautstarke Unterstützung

Vom Einritt aus gesehen oben rechts, da saß die Delegation aus dem Telgter Stadtteil auf der Tribüne im Westfälischen Pferdezentrum in Handorf. Lautstark, stimmgewaltig, erwartungsfroh und letztlich natürlich begeistert. Denn nach Dressur, Vormustern, Theorie und dem abschließenden Springen hatte das Damen-Quartett um Reitlehrerin Tanja Alfers einmal mehr die Nase vorn – und die Pferde ihre Nüstern auch. Wer die erfolgreiche Trainerin nach dem Erfolgsrezept fragt, der erhält nur ein charmantes Lächeln als Antwort. Und den Zusatz: „Wir haben vier Wochen Vorbereitung gehabt, mehr nicht. Die Mädels sitzen ja sowieso jeden Tag auf ihren Pferden, da muss man nicht mehr viel machen.“ In der Tat ist es um den Reitnachwuchs in Westbevern bestens bestellt, räumen ihre Equipen doch verlässlich Jahr für Jahr die Titel ab und nehmen die Preise mit. „Ich mache das jetzt zehn Jahre und habe heute zum achten Mal mit meiner Mannschaft gewonnen“, kann Tanja Alfers eine gewisse Routine in Sachen Siegen nicht leugnen.

Schulze Beckendorf wird Einzelsiegerin

Eigentlich schön, dass es in der vierten Teilprüfung, dem Springen, am Sonntagnachmittag noch einmal spannend wurde. Denn Free d`Rieke unter Lynn Reher stellte im Parcours die Arbeit ein. Drei Verweigerungen waren eine zu viel, also Nullnummer. Nur gut, dass Schlussreiterin Sabine Schulze Beckendorf auf Quinie die Nerven behielt. Beide ließen es etwas gemächlicher angehen, weil sie sich die zwei Fehlerpunkte für Zeitüberschreitung erlauben konnten. Hauptsache die Hindernisse wurden alle fehlerfrei genommen. Damit machte das Paar den Mannschaftssieg für Westbevern perfekt und sicherte sich nebenbei auch noch den Triumph in der Einzelwertung. Laura Wellenkötter auf Cascada As und Alexandra Decker auf Light My Fire steuerten ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass einmal mehr in Westbevern die Standarte flattern kann.

Tanja Alfers hatte bei der Mannschaftsaufstellung keinerlei Probleme. Das stärkste Quartett schälte sich bei den Trainingsabenden schnell heraus und wurde seiner Favoritenstellung gerecht. Und die übrigen Aspirantinnen gingen als zweite Mannschaft für Westbevern an den Start und belegten Rang neun. Gut möglich, dass auch sie zum Pizzaessen eingeladen werden.

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