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Fußball: Kreisliga A 1

GW Gelmer hat noch einiges vor

Münster

GW Gelmer ist aktuell Zweiter im Ranking der Kreisliga A 1. Da noch unklar ist, ob Spitzenreiter SC Münster 08 im Falle der Meisterschaft auch aufsteigen will, können sich die Grün-Weißen noch Hoffnungen auf die Bezirksliga machen.

Wilfried Sprenger

Auf alle Eventualitäten vorbereitet: Gelmers Trainer Hendrik Arenskötter Foto: Heimspiel

An diesem Wochenende endet auch in den Fußball-Kreisligen die Winterpause. GW Gelmer, Tabellenzweiter der Staffel A 1, fühlt sich gut präpariert und hofft auf einen Dreier im Heimspiel am Sonntag gegen den FC Münster 05. Ein Sieg würde den Männern aus dem Heidestadion frischen Schwung geben. Ohnehin haben sie noch einiges vor.

Nach 17 Spieltagen deutet vieles auf den SC Münster 08 II als Meister hin. Mit 49 Punkten führt das Team die Tabelle souverän an, Gelmer (38), Sassenberg und Warendorf (beide 35) liegen bereits beträchtlich zurück. Langweilig? Nur beim flüchtigen Blick auf das Klassement. Richtig Feuer erfährt die Konstellation durch eine Unbekannte: Noch hat sich Nullacht nicht erklärt, ob es in der kommenden Saison mit zwei Teams am Spielbetrieb der Bezirksliga teilnehmen möchte. Möglicherweise verzichtet die „Zweite“, falls sie denn wirklich den Titel erringt, auf ihr Aufstiegsrecht. Dann plötzlich wären die Verfolger am Zug. Und nach Stand heute zuerst Gelmer.

Trainer Hendrik Arenskötter lässt das pikante Thema kalt. „Wir haben darauf keinen Einfluss und deshalb ist es auch nicht unsere Baustelle“, sagt er und lobt stattdessen die Arbeit beim Ligaprimus: „Was Trainer Julian Wiedenhöft da macht, ist beeindruckend. Nullacht steht völlig zu Recht dort oben. Und wenn sie dann als Meister aufsteigen sollten, ist das auch völlig in Ordnung.“ Aber was passiert, wenn der Daumen am Kanal nach unten geht? „Ich kann da ja nur für uns sprechen“, erklärt Arenskötter, „wir sind auf alle Szenarien vorbereitet und gewappnet.“

Erst im Sommer hat Arenskötter die Grün-Weißen übernommen. Der 39-Jährige ist ein Gelmeraner Urgestein. Er kennt den Club wie den Inhalt seiner Sporttasche; Familie und Gemeinschaft sind Schlagwörter, die er gern verwendet. Gelmer mache einfach Spaß, sagt er. Längst hat Arenskötter auch für die nächste Saison zugesagt. Das Gespräch mit dem Vorstand habe weniger als fünf Minuten gedauert. „Im Verein herrscht ein großes Vertrauensverhältnis, da ziehen alle an einem Strang. Wir waren uns wirklich in Windeseile einig.“

Dass niemand weiß, in welcher Liga Gelmer im nächsten Fußball-Jahr spielt, macht die Dinge nicht schwieriger. „Wir haben Ziele und wissen, was wir können“, versichert Arenskötter. Selbst eine Aufholjagd in der laufenden Spielzeit hält der Trainer nicht für ausgeschlossen. „Sollte Nullacht schwächeln, wollen wir da sein“, meint der Coach. Den Winter haben die Grün-Weißen auch genutzt, um das Personal aufzustocken. Sechs Neue sind nun im Kader, Timo Twachtmann und Erik Neufeld bringen Landesliga-Praxis ein.

Gelmer hat sich somit nicht nur breiter aufgestellt, sondern auch in der Spitze zugelegt. Sehr zur Freude von Hendrik Arenskötter. „Es ist unser Plan, eine ganz starke Rückrunde zu spielen. Das Zeug dazu haben wir“, versichert er.

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