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Beachvolleyball: German Beach Tour

Hallenstar Lippmann legt auch an Münsters Hafen erste Spuren im Sand

Münster

In Sachen Volleyball hat Louisa Lippmann längst ihr Meisterstück gemacht, da kann man der mehrfachen Volleyballerin des Jahres nichts mehr beibringen. Barfuß dagegen geht die 27-Jährige wieder in die Lehre, ab sofort bastelt sie im Sand an einer zweiten Karriere. Aktuell steht eine Weiterbildung bei der German Beach Tour in Münster an.

Von Thomas Austermann

Louisa Lippmann (r.) hat an der Seite von Lea Kunst das Ticket für die Hauptrunde gesichert. Foto: Thomas Austermann

Court Nummer zwei am Hafenplatz ist die nächste Sandstation für eine ganz ausgezeichnete Volleyballerin, die die Sportart wechselt. Louisa Lippmann ist nach eigenem Entschluss eine Ex-Nationalspielerin geworden, die der Halle den Rücken kehrte und im Beachvolleyball auch auf der in Münster gastierenden German Beach Tour Fuß fassen möchte. Ein Star fängt noch mal von vorne an. Auch ohne Murren auf dem Nebenplatz.

Kunst im Perspektivkader

Die in Hamburg lebende und bei deutschen Top-Clubs wie auch in Italien, China und Russland so überaus erfolgreiche 27-Jährige, bis 2014 als Sportinternat-Bewohnerin in der Ausbildung beim USC Münster, spielte wie unlängst beim Tourstopp in Bremen zusammen mit der 20-jährigen Lea Kunst (ETV Hamburg), die zum deutschen Perspektivkader zählt. Der erst achte gemeinsame Auftritt gelang in Runde eins der Qualifikation mit 2:0 über die Lohhoferinnen Giulia Deißenberger/Tabea Schwarz. In die Hauptrunde ging es dann durch einen knappen 2:1 (21:17, 19:21, 15:11)-Sieg gegen Karoline Fröhlich und Victoria Seeber aus Altdorf.

„Wir haben hier wieder schwer ins Spiel gefunden, aber das wundert mich nicht“, sagte Lippmann und gab ehrlich preis, „noch immer die Anspannung zu spüren“ in der neuen Sportwelt, die sie so gerne richtig kennenlernen will. „Wenn man schnell weiß, was besser werden muss, dann kann man den Fokus auch passend danach ausrichten.“ Lea Kunst („Ich finde es total cool, dass Louisa den Schritt wagt“) spürt bereits, wie schnell ihre Mitspielerin auf Zeit „echte Fortschritte gemacht hat“. Lippmann dankt der Jüngeren ob deren „Souveränität“ und wertet: „Sie hilft mir wirklich sehr.“

Louisa Lippmann

Die fünfmalige Volleyballerin des Jahres ist eine hoch motivierte Lernende, die bisher als Diagonalspielerin so krachend erfolgreich war und von der Öffentlichkeit wie dem Verband gerne ins Scheinwerferlicht gestellt wurde. „Größe und Athletik kann ich auch im Sand bieten, aber alles andere muss ich lernen. Ich habe großen Respekt davor.“ Taktisch, körperlich wie mental halte das Spiel im Duo gegen ein Duo große Herausforderungen parat. „Ich muss und will mich da einarbeiten.“

Flexibilität ist zudem eine Tugend, die ihr abverlangt wird. Im August geht es zu den Europameisterschaften nach München, da wird die so oft bei größten Titelkämpfen erfolgreiche Kira Walkenhorst (31) ihre Partnerin sein. „Auch spannend, wie sich da zwei Blockerinnen abstimmen“, sagt Lippmann. Mittelfristig mit Trainingsbeginn in etwa zwei Monaten macht „LL“ mit der anderen „LL“, Walkenhorsts früherer Mitspielerin Laura Ludwig (36), gemeinsame Sache. „Laura und ich stecken in völlig unterschiedlichen Lebensphasen. Wir werden uns finden müssen.“

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