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Boxen: Olympia-Qualifikation

Hammer gewinnt gegen Scheurich

Münster

Alexander Heflik

Träumt weiter von Olympia: Christina Hammer Foto: Jürgen Peperhowe

„Es ging um sehr viel. Da waren beide Kämpferinnen sehr angespannt. Ich habe mich von Runde zu Runde gesteigert“, befand Hammer nach dem Erfolg. Auf Facebook wurde für das „Lager Scheurich“ stellvertretend bei „Boxhaus“ geantwortet, und das war nicht nett, denn: „Das war schmeichelhaft pro Hammer“. Und Scheurich wäre die technische bessere Aktive gewesen, Hammer noch lange nicht im Amateurboxen angekommen und konditionell am Ende gewesen. Sowie: „So kann man bei Olympia nichts reißen.“

Es war der zweite Sieg im zweiten Aufeinandertreffen zwischen Hammer und Scheurich. Bereits im ersten Trainingslager im Februar hatte Ex-Profi Hammer gewonnen. Der zweite Vergleich war eigentlich im Trainingslager in Irland Anfang April geplant gewesen, wo Scheurich nach einem Corona-Fall in ihrem direkten Umfeld in Quarantäne musste und die meiste Zeit im Hotelzimmer verbrachte.

In Schwerin wurde nun der zweite Kampf zwischen den beiden deutschen Topboxerinnen nachgeholt. Hammer siegte einstimmig nach drei Runden mit 5:0-Richterstimmen. Allerdings war der Kampf knapper, als es das 5:0-Ergebnis aussagt. Die Ex-Weltmeisterin Ornella Wahner (bis 57 kg), die den Livestream als Co-Kommentatorin begleitete, sagte nach der dritten Runde: „Ich möchte kein Ringrichter sein, das ist gerade der schwerste Job der Welt.“ Hammer, die Frau aus der roten Ecke, aber gewann gegen Scheurich, die in der blauen Ecke von Bundes- und Heimtrainer Michael Timm betreut wurde.

Hammer hat damit nach ihrer Reamateurisierung im Januar vier von fünf Kämpfen gewonnen. Als Berufskämpferin hatte sie 26 von 27 Fights siegreich gestaltet. Nach dem Amateur-Comeback kassierte sie nur gegen die niederländische Gold-Anwärterin Nouchka Fontijn eine Niederlage. Fontijn gilt aktuell als stärkste Mittelgewichtlerin in der olympischen Klasse. Bei den Amateurinnen wird über drei Runden (je drei Minuten) gekämpft, bei den Profis sind Zehn-Runden-Kämpfe die Regel.

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