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Fußball: Nienberger Münsterland-Cup

„Hätten wir uns nicht ausgemalt“: SC Sprakel holt sensationell den Titel

Münster

Die 35. Auflage des SCN-Münsterland-Cups hatte einiges zu bieten. So auch eine faustdicke Überraschung. Der SC Sprakel kämpfte sich bis ins Finale vor, setzte sich dort auch noch gegen den SC Münster 08 durch und schnappte sich den Titel.

Von Kevin Michaelis

Der SC Sprakel feierte den überraschenden Sieg bei der 35. Auflage des Münsterland-Cups in der Halle des SC Nienberge. Der B-Ligist setzte sich im Finale mit 2:0 gegen den SC Münster 08 aus der Bezirksliga durch. Foto: Michaelis

Die 35. Auflage des SCN-Münsterland-Cups hatte den anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern einiges zu bieten. So auch eine faustdicke Überraschung. Der SC Sprakel nutzte die Generalprobe für die kommende Stadtmeisterschaft eindrucksvoll, kämpfte sich erst bis ins Finale vor und setzte sich dort auch noch gegen den SC Münster 08 durch.

Der 1. FC Gievenbeck kam diesmal erst gar nicht so weit. Den Titelverteidiger erwischte es trotz souveräner Vor- und Endrunde bereits im Viertelfinale. A-Ligist GW Amelsbüren legte gegen den Titelfavoriten alles in die Waagschale und siegte nach Neunmeterschießen mit 5:4. „Das ist natürlich ärgerlich gelaufen. Wenn man schon mitspielt, dann will man das Turnier auch gewinnen“, sagte Christian Keil, Urgestein und Top-Torschütze des Oberligisten, kurz nach dem überraschenden Aus. Vielleicht habe es auch ein wenig an der Weihnachtsfeier gelegen, die der FCG einen Abend zuvor feuchtfröhlich zelebriert hatte.

„Wir hatten die nötige Leidenschaft“

Im Finale und gleichzeitig 65. Spiel des Budenzaubers mussten es die Sprakeler mit den Nullachtern aufnehmen. Der B-Ligist hatte sich im Halbfinale mit 5:2 gegen Amelsbüren durchgesetzt. Der Bezirksligist hatte sich gegen Westfalenligist Westfalia Kinderhaus mit 3:1 in der zweiten Halbfinalpartie behauptet. Während der letzten elf Minuten des Turniers zeigte sich das Team um Spielertrainer Till Görges mannschaftlich geschlossen, gewann am Ende verdient mit 2:0 gegen die Kicker vom Kanal. Der Coach wirkte beinahe sprachlos angesichts der sensationellen Leistung: „Das hätten wir uns natürlich vorher nicht ausgemalt. Wir hatten aber einfach die nötige Leidenschaft.“

Drei Fragen an...

In der Vorrunde sorgte zwischenzeitlich Davaria Davensberg für Aufsehen – allerdings wenig ruhmreich. Während des vorletzten Gruppenspiels am ersten Vorrunden-Tag gegen den TSV Handorf kassierte Masen Mahmoud aufgrund eines Handspiels dem Regelwerk entsprechend die Rote Karte. Doch bevor TSV-Stürmer Niklas Annegarn überhaupt zum Neunmeter antreten konnte, diskutierte Seyhmus Akbas mit dem leitenden Unparteiischen so vehement, dass auch er vom Platz gestellt wurde – anders als Mahmoud jedoch nur per Zwei-Minuten-Strafe. Das wollten die Kicker von Davaria aber nicht auf sich sitzen lassen und entschlossen sich, kurzerhand als gesamte Mannschaft das Feld zu verlassen und nicht weiter am Turnier teilzunehmen.

Nullachter fairste Mannschaft

Der generellen Stimmung tat das im weiteren Verlauf aber keinen Abbruch. Sowohl der Umgang der Teams untereinander als auch die Kommunikation mit den Schiedsrichtern waren durchgehend vom Fairplay-Gedanken geprägt. Als fairste Mannschaft der gesamten Veranstaltungen wurden am Ende die Nullachter ausgezeichnet. Das Team von Trainer Gerrit Göcking kassierte nur eine einzige Gelbe Karte. Die Torjägerkanone setzte sich Luis Haverland auf. Der Goalgetter der Kinderhauser erzielte insgesamt zwölf Treffer. Er wurde auch als bester Feldspieler ausgezeichnet. Westfalia räumte ab. So bekam Mannschaftskollege Nicolas Harksen auch den Preis des besten Torhüters.

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