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Reiten: Turnier der Sieger

Heimsieg – Ingrid Klimke gewinnt mit Franziskus den Grand Prix

Münster

Drei Ritte über 75 Prozent, eine strahlende Lokalmatadorin und viele glückliche Gesichter – der Grand Prix weckte die Lust auf mehr. Auch bei Ingrid Klimke, die mit Franziskus siegte und nun der Flutlicht-Kür am Samstag entgegenfiebert.

Von Henner Henning

Heimsieg: Ingrid Klimke gewinnt mit Franziskus beim Turnier der Sieger den Grand Prix. Foto: Jürgen Peperhowe

Ingrid Klimke strahlte schon nach dem Ende ihres Rittes, winkte ganz entspannt in Richtung der gut besetzten Tribüne. „Es gibt nichts Schöneres, als hier in Münster vor dem Schloss einzureiten. Da geht mir das Herz auf“, sagte die Reitmeisterin. Ja, und wenn man dann noch eine Runde auf absolutem Top-Niveau zeigt und praktisch vor der Haustür den Grand Prix gewinnt, ist alles in bester Ordnung. Auf starke 77,560 Prozent kam Klimke mit Franziskus, mit dem sie bei der WM zur deutschen Bronze-Equipe gehörte.

„Sehr glücklich“ war die 54-Jährige, dass der Holkenbrink-Hengst so „bei mir und so konzentriert“ war, dass er sein Vermögen abgerufen hat. „Es hat alles so geklappt, wie ich es mir gewünscht hatte.“ Was will man mehr?

Peter Mannheims: „Äußerst stark besetzt“

Ihr Auftritt mit dem Holkenbrink-Hengst war einer, der sich sehen lassen konnte. und der bestens zu diesem „äußerst stark besetzten Grand Prix mit sehr guten Pferden“ (Chefrichter Peter Mannheims) passte. Denn auch die beiden Reiterinnen hinter Klimke erhielten für ihre Runden noch Bewertungen von über 75 Prozent. Sandra Nuxoll, die erstmals beim Turnier der Sieger startet, freute sich im Sattel des zehnjährigen Louisdor-Preis-Gewinner Bonheur de La Vie über eine „gelungene Runde“, bei der es einzig in den Einer-Wechseln ein wenig holperte. „Wir haben noch Luft nach oben. Aber jeder im Grand-Prix-Sport weiß, dass er als Zehnjähriger noch fast ein Baby ist. Daher bin ich zufrieden und happy“, sagte die gebürtige Österreicherin, die in Dinklage wohnt und mittlerweile für Deutschland startet.

Schneider nur knapp hinter Nuxoll

Nur 0,34 Prozent hinter Nuxoll folgte Dorothee Schneider, seit vielen Jahren ein Stammgast vor dem Schloss. Diesmal präsentierte die zweifache Team-Olympiasiegerin mit First Romance einen zwölfjährigen Wallach – ein „elastisches Pferd mit viel Schmelz“. Auch sie hatte in den Einern einen größeren Fehler, atmete danach erst einmal tief durch. „Damit wieder Ruhe reinkommt. Er hat sich nervlich stabilisiert, das war nicht immer so. Da war er manchmal auch ein Quatschkopf, der ab und zu andere Ideen hatte als ich“, sagte Schneider, die anders als Klimke – sie sattelt am Samstagabend Franziskus in der Kür – wie Nuxoll am Sonntag den Special reiten will.

Anabel Balkenhol „zufrieden“

Zufrieden war auch Anabel Balkenhol (RV St. Georg Münster), die bei ihrem „Lieblingsturnier“ High Five vorgestellt hatte. 74,240 Prozent und Rang vier waren das Ergebnis einer Runde ohne Fehler, die aber noch „Luft nach oben“ hatte, wie die 50-Jährige noch nach der Prüfung auf dem Abreiteplatz Bundestrainer Johnny Hilberath zurief. „Es hakt noch an Kleinigkeiten, könnte ein bisschen mehr auf den Punkt sein. Aber er hat alle Möglichkeiten, seine Grundqualität ist hoch“, sagte Balkenhol über den elfjährigen Wallach, den sie Schritt für Schritt auf das Grand-Prix-Niveau gebracht hat. Mit High Five wird sie am Sonntag den Special bestreiten, zuletzt in Elmlohe belegte das Paar Rang zwei. „Dort war er sehr gut“, sagte Balkenhol mit der Hoffnung, auch vor dem Schloss ein weiteres Mal eine schöne Runde zu drehen.

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