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Handball: Bezirksliga

"Historisch": HSG Preußen/Borussia träumt von der Landesliga

Münster

Erst vor zwei Jahren schaffte die HSG Preußen/Borussia den Sprung in die Bezirksliga, jetzt geht's in der Relegation sogar um den Sprung in die Landesliga. Über das Erfolgsrezept und einen Erfolgsgaranten.

Von Jonas Austermann

Mit dem Ziel Klassenerhalt startete die HSG Preußen/Borussia in die Saison, jetzt winkt der Sprung in die Landesliga. Foto: HSG Preußen/Borussia

Der Traum von der Landesliga lebt für die Handballer der HSG Preußen/Borussia Münster. Mehr denn je, nachdem am Donnerstag die Nachricht des Verbands reinflatterte, dass der Tabellenzweite der Bezirksliga-Staffel 2 bereits sicher für die Relegation der Besten qualifiziert ist.

Verkommt das Spitzenspiel am Sonntag (18 Uhr, Ludwig-Erhard-Berufskolleg) gegen Tabellenführer DJK Coesfeld damit zum Schaulaufen? „Auf gar keinen Fall“, sagt HSG-Coach Dominik Sowada. „Es geht um Platz eins in unserer Staffel – und wir wollen unsere herausragende Saison damit gerne vergolden.“

Keeper Rottstegge als Garant

Hinter Sowada und seiner „homogenen Truppe“ liegt die erste vollständige Spielzeit in der Bezirksliga, nachdem im Corona-Frühjahr 2020 dank der Quotientenregelung der Sprung aus der Kreisliga gelungen war. Die anschließende Saison endete nach genau einer Partie – ebenfalls pandemiebedingt.

„Und dieses Jahr sind wir mit dem Ziel Klassenerhalt angetreten“, erklärt Sowada. Der 30-Jährige stand bis zum vergangenen Sommer noch selbst für die HSG Preußen/Borussia auf der Platte. „Jetzt gibt meine Schulter das leider nicht mehr her“, sagt Sowada.

Der Kern der Truppe ist bereits seit Jahren zusammen, die Mannschaft setzt sich zusammen aus Ur-Münsteranern wie Studierenden. Im Sommer kam mit Keeper Jonas Rottstegge ein Neuer hinzu, der für den ASV Senden und Westfalia Kinderhaus zuvor höherklassig unterwegs war. „Das war eine unglaubliche Verpflichtung“, sagt Sowada, der als Coach auf eine „harte Deckung“ und „viel Tempo im Spiel nach vorne“ setzt.

HSG Preußen/Borussia ab Mai gefordert

Das Konzept geht auf, in 13 Bezirksliga-Partien kassierte die HSG erst drei Niederlagen – eine beim 18:25 im Hinspiel gegen Coesfeld. Aus diesem Spiel ist gewissermaßen noch eine Rechnung offen, weil Preußen/Borussia aufgrund einer Hochzeit im Mannschaftskreis gerne verlegen wollte, die entsprechende Mail in Coesfeld aber untergegangen war.

Ganz unabhängig vom Ausgang des Gipfeltreffens am Sonntag sagt Sowada schon jetzt: „Unser Abschneiden und das Erreichen der Relegation sind der größte Erfolg in der Clubhistorie.“ Nach dem letzten regulären Spieltag in der Bezirksliga haben die Teams zwei Wochen Zeit, um durchzuschnaufen. Die Relegationsspiele finden zwischen dem 6. und 8. Mai sowie 13. und 15. Mai statt.

„Ein Spiel wie jedes andere wird es am Sonntag nicht sein“, meint Sowada vor dem Duell mit Coesfeld. Viele Ehemalige haben sich angekündigt, sie wollen die (vorläufige) Krönung der HSG Preußen/Borussia miterleben. „Aber das wird ein hartes Brett“, sagt Sowada. Das Gute: Die Relegation nimmt ihnen niemand mehr.

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