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Fußball: B-Junioren-Westfalenliga

Höhenflug ist bei Gievenbecks U 17 ein Produkt des Miteinanders

Münster

Zwischen den großen Namen aus dem Revier taucht in der Westfalenliga der B-Junioren auch der 1. FC Gievenbeck auf. Die U 17 aus dem Sportpark spielt eine großartige Saison. Sogar der Sprung in die Eliteklasse ist nicht mehr ausgeschlossen – allerdings auch kein großes Thema.

Von Thomas Rellmann

Der Teamgeist ist ein entscheidender Faktor für die U 17 des 1. FC Gievenbeck, die auf einem Aufstiegsplatz zur Bundesliga steht. Foto: FCG

Wer mit Yannick Wiesner spricht, erhält eine Vorahnung, mit welchem Erfolgsrezept sich die U 17 des 1. FC Gievenbeck auf Platz zwei der Westfalenliga vorgearbeitet hat. Der Trainer legt Wert darauf, dass seine beiden Mitstreiter Felix Hennig und Tim Bunselmeyer im Grunde gleichberechtigt sind, und bei der Frage nach den Achsenspielern in seinem Erfolgsteam ist ihm partout kein Name zu entlocken. Teamgeist – hierin liegt offensichtlich das Geheimnis. „Wir haben eine besondere Mannschaft“, sagt Wiesner. „Die Bindung, das Vertrauen, der Umgang untereinander, das passt.“ Das Coach-Trio ist selbstverständlich mitgemeint.

Siegen und TSC Eintracht als Konkurrenz

Nur zur Einordnung: Weil U-16-Mannschaften wie die des FC Schalke 04 (Erster), des VfL Bochum (Dritter) und von Borussia Dortmund (Sechster) nicht aufsteigen dürfen, klopft der FCG sogar ans Tor zur Bundesliga. „Dafür müssten wir aber mindestens Dritter werden“, sagt Wiesner, „glaube ich“. Ernsthaft beschäftigt hat sich mit diesem Szenario noch keiner. Mit den SF Siegen („Die sind mega gut) und dem TSC Eintracht Dortmund, wo die Münsteraner in der Hinrunde verloren, können zwei Mannschaften nach ihren Nachholspielen bis auf einen Punkt heranrücken. „Ab und an kommt mal ein Spruch, und probieren würde der Verein es sicher, sollte es klappen“, sagt Wiesner. „Mein Thema ist das aber momentan nicht.“

Yannick Wiesner

Vielmehr geht es ihm um die Partie in Bochum am Sonntag (13 Uhr). Derzeit muss die Mannschaft mit 14 Feldspielern auskommen. Die Ausgeglichenheit im Kader ist aber sicher auch ein Plus. Zuletzt gab es ein 2:1 beim BVB und ein 6:0 gegen den SC Verl, erstmals blieb in dieser Saison die Startelf unverändert. „Wir haben talentierte Jungs, viel individuelle Klasse. Damit dass wir so weit oben stehen, war vorher nicht zu rechnen. Aber es steckt auch harte Arbeit dahinter.“ Dazu gehört eine akribische Trainingsvorbereitung wie auch eine regelmäßige Videoanalyse. „Die ist wichtig für die individuelle Entwicklung“, so Wiesner. Abteilungschef Christian Wielers freut sich schon: „In den nächsten drei, vier Jahren kommen sehr viele gute Jungs aus dem Nachwuchs in die Senioren-Teams.“

Mischung mit echten Gievenbeckern

Das Aufgebot setzt sich noch aus einer Handvoll echter Gievenbecker zusammen, aber auch etlichen Spielern, die seit der U 11 oder U 12 im Club sind und aus Roxel oder Havixbeck kommen. Andere sind aus Werne oder Ibbenbüren zum FCG gewechselt und gleichsam schon länger dabei. Und ein paar Kicker waren natürlich auch schon beim SC Preußen am Ball. „Der Radius muss schon größer werden, je höher man spielt“, sagt Wiesner.

Torjubel der U 17 Foto: FCG

Der 29-Jährige kam selbst vor vielen Jahren zum Studium in die Stadt. Wie seine beiden Kollegen ist er Lehramtsanwärter und wohnt unweit des Sportparks. Schon in der D-Jugend war er als Coach dabei, zuletzt rückte er mit dem Jahrgang 2005 auf. Wiesner ist gebürtiger Hammer, Hennig Lengericher, Bunselmeyer kommt aus Syke bei Bremen. Gemeinsam mit ihrem Team schreiben sie gerade aber an einer speziellen Erfolgsstory in Münster.

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