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Rudern: Nationalmannschaft

Ida Kruse wartet auf die Platzanweiser

Münster

Jede darf mal mit jeder ins Boot: Bundestrainer Tom Morris mischt seine Ruderinnen derzeit munter durch – immer auf der Suche nach den besten Kombinationen. Erst Ende Februar sollen die beiden deutschen Ruderboote final besetzt werden, die im Mai noch auf den Olympiazug gehievt werden sollen. Ida Kruse vom RV Münster mischt munter mit.

Ansgar Griebel

In der abgelaufenen Saison saß Ida Kruse (2.v.r.) im deutschen Vierer. Ein Platz in genau diesem Boot wäre ihr auch im Olympiajahr mehr als recht. Foto: Detlev Seyb

„Wait to be seated“ heißt es in feineren Restaurants – und dann wartet man in der Regel ungeduldig auf jemanden, der den Durchblick hat und einen an den Platz führt. Felix Brummel vom RV Münster ist am Wochenende von Bundestrainer Uwe Bender in den deutschen Zweier gesetzt worden – und das auch noch unter Vorbehalt: Im März müssen sich er und Partner Nico Merget noch einmal gegen weitere Anwärter im Zweiertest behaupten, ehe die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsrennen in Luzern tatsächlich feststeht. Um es so zu sagen: Es gab definitiv bessere Plätze im Team der deutschen Riemenruderer.

Auf ihren endgültigen Platz wartet dagegen noch Brummels Vereinskameradin Ida Kruse, die seit Monaten mit dem DRV-Kader in den Vorbereitungen der olympischen Saison steckt. Derzeit weilt Bundestrainer Tom Morris mit seinen Schützlingen im spanischen Ourense, demnächst geht es weiter nach Montemor o-Velho (Portugal). Erst dort werden die Ausscheidungsrennen gefahren. Zum kleinen Kern-Kader stoßen dann noch weitere Athletinnen, die sich um die raren Bootsplätze bewerben. Entgegen den ersten Planungen, könnte dann sogar wieder ein Achter besetzt werden. Im Dezember hatte der Deuscher Ruderverband noch angekündigt, auf den Achter mangels Erfolgsaussichten verzichten zu wollen.

Ida Kruse trainiert derzeit in einem Boot mit Alexandra Höffgen vom Neusser RC. Die Münsteranerin ist nach einer Rippenverletzung wieder hundertprozentig fit und nimmt den Kampf um die Plätze optimistisch auf. „Ich kann aber noch keine Prognose abgeben“, so Kruse. Noch wird also auf den Platzanweiser gewartet – und auf einen guten Sitzplatz gehofft.

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