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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

In die willkommene Pause – WWU Baskets lecken die Wunden

Münster

Die WWU Baskets spielen abermals eine starke Saison in der 2. Liga Pro B. Haben aber auch mit personellen Problemen zu kämpfen. So gesehen ist Trainer Philipp Kappenstein froh über das folgende spielfreie Wochenende.

Henner Henning

Immer da, immer nah: Baskets-Spielmacher Jojo Cooper ist derzeit auf dem Feld unverzichtbar und fast pausenlos im Einsatz. Foto: Jürgen Peperhowe

Wer Philipp Kappenstein als Trainer kennt, weiß, dass er stets Wert auf eine tiefe Bank und einen breit aufgestellten Kader legt. Je mehr Rollenspieler er hat, umso besser – eine Rotation mit nur sechs, sieben Spielern ist bei dem 40-Jährigen nicht angesagt. Wer nun aber einen Blick auf die Statistik der vergangenen Partie der WWU Baskets Münster wirft, wird erkennen, dass in dem Duell bei den EN Baskets Schwelm irgendetwas nicht stimmen konnte. Mit Jojo Cooper (42:49 Minuten), Stefan Weß (39:42 Minuten), Andrej König (36:30 Minuten), Malcolm Delpeche (36:19 Minuten) und Jan König (34:59 Minuten) spielten fünf Akteure nahezu durch beim 91:98, das erst nach Verlängerung feststand. Eine Ausnahmesituation.

In der befinden sich die Baskets fast schon seit Saisonbeginn, die Verletzungen auf der Position eins bereiteten ihnen mächtig Probleme. „Wir haben alle zehn Spiele nur mit einem Aufbau bestritten“, blickt Kappenstein zurück. „Da fehlen uns die Variationen, ein zweiter würde einen unterschiedlichen Stil und ein anderes Tempo geben.“ Von der Entlastung für Cooper, der beim Ballvortrag die alleinige Verantwortung trägt und 36:03 Minuten im Schnitt auf dem Feld steht, ganz zu schweigen. „Im Moment ist es einfach so, dass wir die Last auf zu wenige Schultern verteilen müssen.“ Blessuren größerer und kleinerer Art (Marck Coffin, Nico Funk, Leo Lüsebrink, Max Fouhy, Albert del Hoyo oder zuletzt Andrej König und Cooper) oder schwankende Form (Helge Baues, Alex Goolsby, Leo Padberg, Weß) bereiteten den Baskets Pro­bleme. Nur gut, dass am Wochenende der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga Pro B ruht und die Baskets einmal verschnaufen dürfen. „Es gibt wohl keine andere Mannschaft, die die Pause so herbeigesehnt hat, wie wir. Wir gehen nach den vergangenen Wochen auf dem Zahnfleisch und konnten in Schwelm in den entscheidenden Phasen nicht mehr kontern“, sagt Kappenstein, der in dieser Woche mit dem Team trainiert und seinen Schützlingen von Freitag bis Sonntag freigibt. „Dann treffen wir uns in der nächsten Woche mit frischen Beinen wieder und wollen uns bis Weihnachten eine gute Ausgangslage erarbeiten“, erklärt der Coach.

Drei Partien (gegen und in Bochum sowie gegen Itzehoe) stehen für Münster noch an, mit neuem Schwung wollen die Baskets unter den Top vier bleiben. Kann Kappenstein dann wieder auf eine tiefere Bank setzen, steigen unweigerlich ihre Chancen.

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