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Reiten: Vielseitigkeits-EM

Ingrid Klimke auf Medaillenkurs

Münster

Ingrid Klimke hat bei der EM der Vielseitigkeitsreiter in Polen einen fabelhaften Start erwischt. Nach der Dressur belegt die Münsteranerin mit Hale Bob Platz zwei im Einzelklassement. In der Mannschaftswertung führt die deutsche Equipe das Feld an.

wn

Ingrid Klime und ihr Wallach Hale Bob zeigten in der Dressur eine fabelhafte Leistung. Foto: dpa

Ingrid Klimke greift nach ihrer nächsten internationalen Medaille. Bei der Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter im polnischen Strzegom liegt die deutsche Mannschaft nach der Dressur auf Goldkurs.

Neben der Münsteranerin vom RV St. Georg, die auf Hale Bob das zweitbeste Einzelergebnis erzielte, zählen Michael Jung (Horb) mit Rocana, Bettina Hoy (Rheine) mit Seigneur Medicott und die Warendorferin Julia Krajewski mit Samourai du Thot zur deutschen Equipe, die auf ihren vierten Titel in Folge zusteuert.

Krajewski und Hoy (Führende in der Einzelwertung) waren bereits am Donnerstag im Viereck, gestern Morgen absolvierten Klimke und Hale Bob ihre erste Prüfung bei den aktuellen Titelkämpfen. Bundestrainer Hans Melzer strahlte nach dem fabelhaften Auftritt. „Das ist ja heute wieder so ein toller Auftakt“, sagte er.

In der Tat: Fehlerlos, mit den erwarteten Höhepunkten im starken Trab, aber auch in der kompletten Galopptour, zeigte Klimke ihre ganze reiterliche Klasse. 30,3 Punkte, das zweitbeste Resultat nach Hoy und ihren ganz starken 24,6 Zählern.

„Mein Pferd war heute sehr konzentriert, obwohl es das Viereck ja nicht so liebt wie das Gelände – Hale Bob ist wirklich in Topform“, sagte Klimke sehr zufrieden.“ Allerdings warnte die 49-Jährige angesichts des vorzüglichen Mannschaftsergebnisses der deutschen Buschreiter davor, euphorisch zu werden. Vor der Geländeprüfung am Samstag sagte Klimke: „Es gibt genug schwierige Aufgaben, man muss, wenn man die knappe Zeitvorgabe schaffen will, von Anfang an nach vorne reiten. Mir gefällt, dass es zwischen den schwierigen Aufgaben auch Galoppstrecken gibt und Erholungshindernisse“.

Den Kurs hat der Deutsche Rüdiger Schwarz gesetzt. Klimke erklärt, worauf es ankommt: „Ich glaube, es ist besonders wichtig, immer auf der Ideallinie zu bleiben – wer einen halben Meter zu weit rechts oder links kommt, der kriegt Probleme.“

Die Entscheidung über die Medaillenvergabe bei den kontinentalen Titelkämpfen fällt am Sonntag in der abschließenden Springprüfung.

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