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Reiten: Dressur-Weltcup

„Stimmung gigantisch“: Klimke an der Spitze, Langehanenberg nun Vierte

Münster

Mit besten Referenzen aus der laufenden Weltcup-Saison waren Ingrid Klimke und Helen Langehanenberg nach London gereist. Und bei der fünften Etappe überzeugten sie mit feinen Runden. Damit kletterten beide in der Gesamtwertung, die Klimke nun sogar anführt.

Von Henner Henning

Durch den dritten Platz in London übernehmen Ingrid Klimke und Franziskus die Führung im Dressur-Weltcup. Foto: Imago/Action plus

Auch zwei Tage nach der Weltcup-Kür von London war Ingrid Klimke die Begeisterung immer noch anzumerken. „Das war wirklich unglaublich“, sagte die Reitmeisterin. Es waren nicht nur die 83,17 Prozent – damit kam sie nahe an ihre persönliche Bestleistung heran – und der dritte Platz, der den Sprung an die Spitze der Weltcup-Gesamtwertung bedeutete. Es war auch die herausragende Stimmung im Exhibition Centre der britischen Hauptstadt, die für Gänsehautmomente sorgte. „London war so toll, viel besser als erwartet“, sagte Klimke.

Zumal es für die Münsteranerin sportlich wie schon beim Sieg in Stuttgart sehr gut lief. Mit Franziskus hatte die 54-Jährige schon am Donnerstag im Grand Prix abgeliefert, war hinter der britischen Doppel-Weltmeisterin Charlotte Fry und ihrem Hengst Glamourdale sowie Gareth Hughes mit Classic Briolinca Dritte geworden. „Schon da war Franziskus ganz bei mir“, sagte Klimke, die in der Kür noch einen draufpackte. Zwar landeten wieder die Duos des Gastgebers mit 90,995 Prozent (Fry) und 84,590 Prozent (Hughes) vor ihr, doch Franziskus ließ sich von der Atmosphäre im Londoner Hexenkessel direkt nach dem mitreißenden Fry-Ritt nicht beeindrucken. „Die Stimmung war schon gigantisch, da musste ich mit Franz noch einmal kurz anhalten und loben. Als dann aber die Musik losging, war er voll da. Während der Kür hört er auf mich, kennt aber auch jeden Ton. Das hat so eine Freude gemacht, und die hat auch Franz ausgestrahlt“, meinte die Münsteranerin. „Und dass ich nun an der Spitze des Weltcups liege, ist unglaublich. Davon hatte ich wirklich nicht geträumt.“

„Ich bin sehr zufrieden“

Wie Klimke wusste auch Helen Langehanenberg auf ganzer Linie zu überzeugen. Mit Annabelle hatte sie sich im Grand Prix und in der Kür als Vierte eingereiht, überzeugte mit starken Runden. Bei ihrer Rückkehr nach London, wo sie 2012 mit der deutschen Equipe Olympia-Silber gewonnen hatte, kam sie am späten Freitagabend mit Annabelle auf 82,135 Prozent – eine so hohe Wertung hatte sie mit ihrer Stute international noch nie bekommen. „Ich bin sehr zufrieden“, lautete dann auch ihr Fazit. „In Madrid und London ging es mit den Punkten steil bergauf, es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Langehanenberg, deren Stute zu einem Top-Pferd gereift ist. „Mausi war an, aber auf eine positive Art und Weise. Die Atmosphäre hat sie beflügelt, hat ihr einen positiven Kick gegeben“, sagte Langehanenberg, die in der Weltcup-Wertung Vierte ist.

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