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Volleyball: 2. Bundesliga Frauen

Jung, neugierig, selbstbewusst – VC Olympia Münster legt wieder los

Münster

Endlich wieder Wettkämpfe: Mit einem Auswärtsspiel in Essen starten die Volleyball-Talente des VC Olympia Münster am Sonntag in die Saison. Nach dreijähriger Zugehörigkeit zur 3. Liga heißt die neue Herausforderung 2. Bundesliga. Trainer Justin Wolff sieht seine junge Mannschaft „absolut konkurrenzfähig“.

Von Wilfried Sprenger

Gruppenbild mit Trainer Justin Wolff. Die Volleyball-Talente vom VC Olympia Münster stellen sich einer neuen Herausforderung. Am Wochenende startet das Bundesstützpunkt-Team in die Saison der 2. Bundesliga. Foto: VC Olympia

Einen Monat vor der ersten Liga startet die 2. Volleyball-Bundesliga am kommenden Wochenende in die Saison. Mittendrin im 14 Mannschaften umfassenden Feld tummeln sich die Talente vom VC Olympia Münster.

Nach dreijähriger Zugehörigkeit zur 3. Liga stellt sich der hochbegabte Nachwuchs einer neuen Aufgabe. Ihr erstes Spiel im reizvollen, aber sicherlich auch fordernden Umfeld bestreiten die Schützlinge von Justin Wolff am Sonntag als Gast des VC Allbau Essen. 

Zweiter Standort in Berlin

Der VCO Münster ist eines von zwei Bundesstützpunkt-Teams im Bundesliga-Unterhaus, das andere hat seinen Standort in Berlin. Beide ­stehen unter besonderer Beobachtung des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), der natürlich mit Argus­augen auf die Entwicklung jener Spielerinnen schaut, die mittel- und langfristig in die A-Nationalmannschaft aufrücken könnten. An den Stützpunkten sollen sie die bestmögliche Ausbildung und Förderung erfahren.

Der VCO Münster erwirkte erst Ende Mai ein Spielrecht in der 2. Liga. Gegen den ­Widerstand einiger Clubs, aber mit der starken Rückendeckung des DVV. Ab Sonntag will der Nachwuchs zeigen, dass er konkurrenzfähig ist. Zunächst in Essen, sieben Tage später in Emlichheim. Nach sechswöchiger Unterbrechung, die dem Spielplan-Schlüssel und den Herbstferien geschuldet ist, steuern die Münsteranerinnen dann Leverkusen, Borken und Hamburg an. Erst am 13. November bestreiten sie gegen Dingden ihr erstes Heimspiel. „Wir wussten nicht, ob die Renovierungsarbeiten in der Sporthalle Berg Fidel pünktlich beendet würden. Vorsorglich haben wir deshalb zwei Partien verlegt“, erklärt VCO-Präsident Jürgen Aigner. Das stramme Auswärts­programm tut der Vorfreude im Team keinen Abbruch. „Einschließlich der Trainer sind wirklich alle glücklich, dass es endlich wieder Wettkämpfe gibt“, sagt Justin Wolff.

Seit sechs Wochen im Training

Seit sechs Wochen bereitet er die Spielerinnen aus den Jahrgängen 2003, 2004 (überwiegend) und 2005 im Training vor. Getestet wurde gegen Zweit- und Drittligisten. „Es ging Schritt für Schritt nach vorn. Die Mädchen haben gemerkt, dass nicht alles sofort abrufbar ist und manche Dinge Zeit brauchen. Ich habe Entwicklungen gesehen, das war mir wichtig“, kon­statiert der Coach.

Insgesamt 20 Talente brennen auf den Saisonsonstart, fünf von ihnen sind mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Eine ist Mia Kirchhoff, die beim USC Münster schon Bundesliga-Luft atmete. Die bald 17-Jährige wird in der Hinrunde vermehrt für den VCO auflaufen, für die Rückrunde sind mehr Ein­sätze beim USC verabredet.

Seit dem Sommer 2019 engagiert sich Wolff am Bundesstützpunkt. Die Pandemie mit Saisonabbrüchen als Folge stoppte viele Entwicklungen. Nun sind die Türen wieder geöffnet und alle gespannt, wie sich die Talente schlagen. Wolff sieht seine Schützlinge konkurrenzfähig und hat volles Vertrauen in den Kader. Dies und der Glaube der Spielerinnen an sich selbst sind ein guter Nährboden für Erfolg. Vielleicht stellt er sich nicht direkt ein, aber die Zeit spielt dem Nachwuchs gewiss in die Karten.

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