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Radsport: „Agravis-Cup – 88-mal um die Marktallee“

Katharina Venjakob meldet sich zurück – und gewinnt die Premiere

Münster

Es war ein Versuch, eine Premiere – die viel Zuspruch fand. Auch wenn nur elf Fahrerinnen beim Frauenrennen des RSV Münster an den Start gingen, war die Begeisterung unter den Aktiven und an der Strecke riesig. Katharina Venjakob hatte die Nase vorn.

-afi-

Starkes Comeback: Katharina Venjakob hat nichts verlernt, sprintete zum Sieg bei den Frauen.

Das geringe Meldeergebnis ließ die Hoffnungen des RSV Gütersloh am vergangenen Wochenende auf ein Rennen bei den Frauen sterben. Zu wenig Resonanz. Dabei gibt es immer mehr Hobbyfahrerinnen – und im Profisport sind mittlerweile Paris-Roubaix und nun auch die Tour de France als Variante für „Sie“ hip.

Beim RSV Münster wurde die anfängliche Idee, im Rahmen der Traditionsveranstaltung auch Frauen die Chance zu geben, sich auf dieser kurvenreichen Strecke zu messen, umgehend mit Leben gefüllt. Zwar gab es keine Flut an Anmeldungen, aber das Teilnehmerfeld war mit elf Lizenzpedaleuren quantitativ und qualitativ gut besetzt. Mit Katharina Venjakob war eine zweimalige Amateur-Weltmeisterin bei den „Jedermännern“ am Start. „Ich bin nicht mehr so viel unterwegs wie in den Jahren davor“, gab sie vor der Hatz um die Marktallee zu. Die Coron-Zeit hat auch der 33-Jährigen übel mitgespielt. Große Events gab es kaum – um so mehr freute sie sich auf das Heimspiel. Seit 2022 trägt sie das Dress des RSV. Mit ihr gingen die Teamkolleginnen Juliane Matzke, Anika Lehnen, Annika Neuhaus und Laura Dohmen auf die 44 Runden. „Die Mädels haben mich getragen, das war eine fabelhafte Teamleistung“, freute sich Venjakob, die sich im Ziel erst mal einen Kuss von Oma Bärbel abholte. Und ein Stück Streuselkuchen verputzte.

Nach Platz drei in Werne war es in diesem Jahr erst das zweite Rennen, das sie absolvierte. „Hier bei der Premiere des Frauenrennens zu gewinnen, macht es so besonders.“ Venjakob will beim RSV bleiben, etwas bewegen, weitere Frauen zum Radsport animieren. „Wir können viel von ihr lernen“, sagt ihre Mitstreiterin Lehnen.

„Wir wollten ein Zeichen setzen, das Rennen ist ausbau-, aber vor allem zukunftsfähig“, sagte der Vorsitzende Gideon Schwarze.

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