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Tennis: Bärchen-Cup

Kinder aus 23 Nationen haben in Münster gemeldet

Münster

Es geht vorwärts. Dirk Leppen, Inhaber der Tennisakademie „Best of five“, ist einfach nur glücklich, dass der Bärchen-Cup nach der coronabedingten Absage 2020 in diesem Jahr im Zuge der Lockerungen unter strengen Hygienemaßnahmen stattfinden kann.

Nach der Zwangspause 2020 ist das Bärchen zurück in Münster und fühlt sich pudelwohl zwischen den Turnierbotschafterinnen Greta Mentrup und Amelie Leppen. Foto: Peter Leßmann

Es findet statt: Das ist die in diesen Tagen erlösende und wohl wichtigste Nachricht, die einen Veranstalter erreichen kann. Am 26. Juni werden auf der Anlage des THC Münster die ersten Ballwechsel um den Bärchen-Cup über die Bühne gehen. Dirk Leppen, Inhaber der Tennisakademie „Best of five“, die dieses Turnier gemeinsam mit dem THC und der Tennispark Marketing GmbH in Münster ausrichtet, freut sich vor allem für die jungen Spieler und Spielerinnen, „denen diese Turniere ex­trem gefehlt haben, die für ihre Entwicklung so wichtig sind“.

Dass die bevorstehende sechste Auflage des internationalen Events für die besten zwölfjährigen Talente ihrer jeweiligen Länder erst mit einjähriger Verspätung und unter strengen Hygienemaßnahmen anlaufen kann, stört die Männer und Frauen im Hintergrund dann auch nur am Rande. „Wichtig ist, dass gespielt werden darf“, so Leppen. Gerne hätte man den Turnier-Sponsoren mit einem gemeinsamen Galaabend gedankt, hätte man die Charity-Veranstaltung zugunsten der Aktion „Lichtstrahl Uganda“ durchgeführt und Schulklassen zum Schnuppertraining eingeladen. Alles keine Option im Corona-Sommer, stattdessen Tennis pur.

Gefordert sind in der fünfteiligen internationalen Serie von Tennis Europe die besten zwölfjährigen Talente weltweit. Kinder aus 23 Nationen haben gemeldet, viele schicken ihre Ranglistenersten – nicht auszuschließen, dass auch in dieser Runde wie so oft in der Vergangenheit Grand-Slam-Spieler der Zukunft die Schläger kreuzen. Gespielt wird sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen in 32er-Feldern – jeweils acht Teilnehmer und Teilnehmerinnen können sich durch die Qualifikationsrunde ein Ticket sichern, 24 Aktive sind gesetzt. 16 Doppel spielen um den Titel.

Im Vorfeld mussten die lokalen Veranstalter zunächst das strenge Corona-Konzept von Tennis Europe umsetzen, das europaweit eigene Hygieneregeln entwickelt und für die Nachwuchsserie zur Pflicht gemacht hat. Anschließend mussten die lokalen Voraussetzungen erfüllt werden. „Ich habe fast täglich mit dem Sportamt telefoniert“, erzählt Leppen. Durchweg hilfreiche Gespräche in mitunter hilflosen Zeiten. Die Richtlinien waren so ständig in Bewegung.

Viel Arbeit somit auch für Lutz Rethfeld, der seine Aufgabe in der Turnierleitung noch mit dem Ehrenamt des Corona-Beauftragten erweiterte – und allein mit der Test-Infrastruktur alle Hände voll zu tun hat. Alle gemeldeten Spieler und Spielerinnen müssen mit aktuellem PCR-Test anreisen und im Turnierverlauf tagesaktuelle Schnelltests absolvieren. Auch im Hotel Schloss Hohenfeld werden die geltenden Vorgaben akribisch umgesetzt. Dem Turnierstart steht nichts entgegen: Es findet statt.

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