1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Kinderhaus feiert lauthals den Derbysieg in Hiltrup

  8. >

Fußball: Westfalenliga

Kinderhaus feiert lauthals den Derbysieg in Hiltrup

Münster

Ein hohes Niveau war es nicht, auf dem das Derby zwischen dem TuS Hiltrup und Westfalia Kinderhaus über die Bühne ging. Doch das war den willensstarken Gästen egal – sie gewannen mit 2:1 am Osttor. Die Tore fielen im Abstand weniger Minuten.

Das Siegtor: Jendrik Witt (l.) bugsiert den Ball vorbei an Foto: Peter Leßmann

Vernichtender kann das Urteil über die eigene Mannschaft nicht ausfallen. „Es lag an der fehlenden Einstellung“, benannte  Einwechselstürmer Luca de Angelis vom TuS Hiltrup den Grund für eine insgesamt sehr düstere Leistung und eine verdiente 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen Westfalia Kinderhaus. Nichts mehr zu sehen vom positiven Trend der vergangenen Wochen, vom 5:3-Spektakelsieg zuletzt in Nottuln – und das in einem Derby gegen den Widersacher aus Münster. Was die Hiltruper am Sonntag ihren sparsam vertretenen Anhängern präsentierten, fasste Cheftrainer Marcel Stöppel kurz und prägnant so zusammen: „Unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Kinderhaus hat verdient gewonnen.“

Nachdem sich Westfalia-Coach Holger Möllers aus dem jubelnden „Derbysieger“-Kreis gelöst hatte, zog er die Bilanz nach 94 Minuten: „Wir hatten die nötige Motivation, die Leichtigkeit und den Willen, die drei Punkte mitzunehmen. Und ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie das auf den Platz gebracht hat.“

Auf den Rängen herrscht Unzufriedenheit

Keine Frage, Westfalia hatte verdient gewonnen. Und vielleicht war Hiltrup so schwach, weil Kinderhaus nicht mehr ermöglichte. Nachdem sich beide Teams vor der Pause nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt hatten und auf den Rängen vorwiegend von „Kreisklasse“ die Rede war, sollte sich das im zweiten Abschnitt zumindest phasenweise ändern. Ganze sechs Minuten waren entscheidend für den Spielausgang. Der Gast ging in der 58. Minute, als Airton eine Flanke von Rensing per Kopf veredelte, in Führung. Die Jubelarien der Grünen waren gerade beendet, da konnten die Blauen feiern. Eine Hereingabe von Daniel Mladenovic flog an Freund und Feind vorbei, so dass Stan Schubert nur noch einschieben musste (61.). Nun war der TuS wieder im Spiel – glaubten alle. Doch dann stellte sich die versammelte Hiltruper Defensive nach einem Eckball von Massih Wassey absolut konfus vor, so dass Jendrik Witt (64.) am langen Pfosten völlig freistehend volley vollenden durfte. Wenn das einstudiert war, dann haben das die Kinderhauser super gemacht. Falls nicht, haben sich die Hiltruper von ihrer ganz schwachen Seite gezeigt.

Späte Chancen für den TuS

Dass Akil Cömcü im Finale der Partie mit einer verunglückten Flanke noch das Lattenkreuz traf, soll nicht verschwiegen werden. Und dass Alexander Gockel eine gute Möglichkeit in die Wolken jagte, auch nicht. Aber über die gesamte Zeit hatte Kinderhaus mehr vom Spiel, zahlreiche Chancen und erzielte eben zwei Tore. Ein Sieg des Willens gegen einen TuS Harmlos.

Im Hiltruper Clubheim wurde der Gewinner des Stadtduells gefeiert, so mancher zum Fußballgott ausgerufen, der Sprung in der Tabelle bejubelt und alles vergessen, was noch in der Halbzeitpause bei manch vergrätztem kritischen Geist für Frust gesorgt hatte.

TuS: Böcker – Krieger, Stegt (89. Syska), Sammerl, Finkelmann (62. Kilinc) – Gockel, Kisker – Mladenovic, Cömcü, Johannknecht (78. Schwick) – Schubert (66. de Angelis).

Westfalia: Siegemeyer – Schöneberg, Niehues, Graberg, Schürmann – Rensing, Wassey (90.+2 Lambert), Pereira (81. Lautenbach) – J. Witt (75. Kottenstede), Haverland (75. Hammami), F. Witt (75. Ritter)

Startseite