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Handball: Landesliga Frauen

Kinderhaus geht gelassen ins Gipfeltreffen beim SC Everswinkel II

Münster

Alles oder nichts? Vielleicht ist das ein bisschen zu viel. Aber wenn der SC Everswinkel II und Westfalia Kinderhaus an diesem Mittwoch in der Kehlbachhalle aufeinandertreffen, ist es das Spiel zweier ungeschlagener Teams. Nach neun oder sogar zehn Partien wohlgemerkt. Erster gegen Zweiter, ein echtes Gipfeltreffen.

-ag-

Kathrin Klimas hilft und hält in der Not: Die gelernte Futsal-Torhüterin steht einmal mehr bei den Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus zwischen den Pfosten. Foto: Jörg Riemenschneider

Im besten Fall wird jedes Team der Frauen-Landesliga 3 in dieser Spielzeit 22 Spiele absolvieren – eine Garantie darauf gibt es in Corona-Zeiten allerdings nicht. Fest steht nur, dass die Entscheidung um Titel und Aufstieg wohl lediglich in zwei ausgesuchten Partien fallen wird. Dann nämlich, wenn der Spielplan die Teams des SC Everswinkel II und von Westfalia Kinderhaus gegeneinander führt. Der erste Versuch im Dezember scheiterte noch an der seinerzeit herrschenden Pandemie-Lage, der zweite Anlauf bei nicht viel besseren Voraussetzungen steht jetzt direkt bevor.

Florian Ostendorf

An diesem Mittwoch liegen also die ersten Weichenstellungen an, nachdem beide Teams bislang souverän sämtliche Spiele gewinnen konnten – Everswinkel zehn an der Zahl, Kinderhaus bislang neun Partien. Dier SCE geht damit als Tabellenführer ins Spiel – und als Favorit, wie Gäste-Coach Florian Ostendorf gerne betont. „Wir lassen das auf uns zukommen“, sagt er vor dem Gipfeltreffen in der Everswinkeler Kehlbachhalle (19.45 Uhr) – und nutzt als gewiefter Trainerfuchs die Gelegenheit, dem Gastgeber elegant die ungeliebte Favoritenrolle zuzuschieben. „Wir haben unser letztes Spiel Anfang Dezember absolviert und seither auch kaum trainieren können“, so Ostendorf zur Ausgangsposition. Im Januar legte Corona das Team für fast zwei Wochen lahm, kurz vor dem Spiel am Mittwoch reichte es einschließlich des Abschlusstrainings am Dienstag gerade zu drei Übungseinheiten.

Klimas springt wieder ein

Und wem das noch nicht reicht, dem empfiehlt Ostendorf einen Blick auf die Kader – und da vor allem auf den Platz zwischen den Pfosten: „Wir sind ein zusammengewürfeltes Team, und jetzt fallen auch noch alle drei etatmäßigen Torfrauen aus.“ Wieder einmal ist Futsal-Spezialistin Kathrin Klimas als Helferin in der Not eingeplant. Bereits 2019 stand Klimas im Kinderhauser Kasten und machte ihre Sache sehr gut. An ihr sollte es also nicht liegen, dennoch bleibt Ostendorf bescheiden. „Everswinkel will erklärtermaßen hoch, wir schauen mal, was geht“, beschreibt er die unterschiedlichen Zielsetzungen beider Clubs, ist aber gerne bereit, diese Einschätzungen nach dem Spitzenspiel bei Bedarf zu überarbeiten.

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