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Fußball: Westfalia verliert im Westfalenpokal 0:4 gegen Hammer SV

Kinderhaus raus ohne Applaus

Münster

Wenn der Pokal seine eigenen Gesetze hat, dann waren diese am Sonntag in Kinderhaus außer Kraft gesetzt: Am Ende setzte sich vergleichsweise planmäßig Oberligist Hammer SV gegen Westfalenligist Westfalia Kinderhaus durch. So weit, so okay: Das deutliche 0:4 hinterließ in Kinderhaus aber einen bitteren Nachgeschmack. Da wartet viel Arbeit auf den neuen Trainer.

Von Thomas Austermann

In letzter Sekunde vom Ball getrennt: Gästespieler Julius Wojtaschek (r.) fährt hier Dzan-Laurin Alic in die Parade. Foto: Peter Leßmann

Das Aus gegen einen Fußball-Oberligisten kann man verkraften, ein solches 0:4 (0:2) aber kaum auf Anhieb. Eine ziemlich desillusionierende Niederlage kassierte Westfalenligist Westfalia Kinderhaus daheim vor rund 200 Zuschauern gegen die Hammer Spielvereinigung, die im Westfalenpokal große Anstrengungen gar nicht abliefern musste.

Klare Worte vom Trainer

Neu-Trainer Holger Möllers ging auf der Großen Wiese erst einmal in sich und sprach dann zum Team – in Gedanken schon bei der letzten Trainingswoche vor dem Ligastart in Mesum. „Wir müssen auch an der Frische arbeiten“, sagte er und akzeptierte die Niederlage „auch in der Höhe. Man hofft ja immer darauf, dass seine Elf mit der Zeit ein anderes Gesicht zeigt. Aber das sah ich nur teilweise.“

Starker Auftakt der Gastgeber

Die Gäste schluckten einmal kurz bei einer Möglichkeit von Westfalias Zentralstürmer Kebba Touray, den Marvin Kehl und Janik Bohnen über außen bedienen sollten. Auch Daniel Schürmann schloss schnell mutig ab. Aber per Doppelschlag bog die HSV zügig die Richtung um: Einen direkten Freistoß drehte Linksverteidiger Anil Saraman bildschön in den Knick von halbrechts und überraschte Keeper Tim Siegemeyer (12.). Der rechts offensiv permanent wirkungsvolle ­Patrick Schmidt legte Sekunden später nach, ohne dass ihn jemand auf der Rechnung hatte.

Hamm landet Wirkungstreffer

Von Wirkungstreffern spricht der Boxer an diese Stelle. In den Seilen hing die Westfalia fortan. Im Kollektiv. Im Mittelfeld gab es kaum Gegenwehr, der auch technisch stärkere Gegner machte mühelos mehr Meter, fand die Außenspieler und gewann die allermeisten Zweikämpfe. „Da sind wir meistens nur hinterher gelaufen. Das muss uns zu denken geben“, sagte Möllers. Mit leichten Blessuren schieden Kehl und Kevin Schöneberg zeitig aus. Nur in Ansätzen kamen deren Kollegen zu Möglichkeiten.

Gäste souverän zum Sieg

Möllers beorderte nach dem Wechsel den kämpferisch erprobten Dzan-Laurin Alic auf die Linksverteidigerposition. Hamm schaltete indes jetzt kühl auf Kontrolle und ließ defensiv kaum etwas zu. Schürmann feuerte einmal aus 20 Metern drauf. Der Glaube an die Wende war jedoch nicht spürbar. Hamm legte stattdessen durch den Kopfball von Vincent Ocansey (64.) sowie nach Solo durch Halil Dogan (87.) nach.

Westfalia: Siegemeyer – Venikh, Niehues, Lambert, Graberg – Schöneberg (42. Alic) – Rensing (73.Liebert), Schürmann – Kehl (35. Haverland), Touray, Bohnen (77. Wietzorek)

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