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Fußball: Westfalenliga

Kinderhaus vergibt beste Chancen gegen Borussia Emsdetten

Münster

Defensiv ließ Kinderhaus nichts zu, offensiv fehlte die Durchschlagskraft. Folgerichtig endete das Heimspiel gegen Emsdetten torlos. Sogar einen Elfmeter ließ die Westfalia ungenutzt.

Von Michael Schulte

Hoch das Bein: Mit der Spitze erwischt Westfalias Mittelfeldspieler Felix Ritter (r.) den Ball vor Emsdettens Hendrik Möllers. Foto: Peter Leßmann

Der Gast lauerte 90 Minuten auf den Fehler der Gastgeber – vergebens. Und die Hausherren versuchten mit allen Mitteln, zum Torerfolg zu kommen – auch vergeblich. Offensichtlich schwang dann auch eine Menge Frust mit, als ein enttäuschter Zuschauer nach 90 Minuten sein Fazit zog: „Von zwei schwachen Mannschaften war Kinderhaus die bessere.“ Dafür konnte sich die Westfalia aber auch nichts kaufen, musste sie sich doch mit einem torlosen Remis gegen Borussia Emsdetten zufriedengeben.

Holger Möllers

„Im Kampf gegen den Ball war meine Mannschaft top. Die Einstellung und der Einsatz, alles bestens. Nur haben wir mal wieder vergessen, uns zu belohnen.“ Für Holger Möllers durfte es am Sonntagnachmittag nur einen Sieger geben: Westfalia Kinderhaus. Aber es waren mal wieder die Probleme im Angriff, die einem durchaus möglichen Dreier einen Strich durch die Rechnung machten. „Wir sind im Spiel nach vorne einfach nicht effektiv genug. Und wenn wir eine todsichere Chance bekommen, dann lassen wir sie liegen.“ Damit spielte der Westfalia-Trainer auf den Moment nach der Pause an, als Niels Lautenbach im Strafraum gefoult worden war und der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt zeigte. Sehr zum Entsetzen der Gäste-Fans, sehr zur Freude der Kinderhauser. Dabei waren sich beide Seiten einig: So ganz eindeutig war dieses Foulspiel nicht. Egal, dachte sich Montasar Hammami, schnappte sich das Leder und scheiterte an Emsdettens Schlussmann Luca Dömer. Coach Möllers dazu: „Bei den Elfmeterschützen haben wir bei uns eine klare Hierarchie. Aber da hat sich offensichtlich einer ganz sicher gefühlt und doch nicht getroffen.“

Lautenbach-Tor zählt nicht

Pech für Kinderhaus, dass kurz vor der Pause ein Lautenbach-Treffer aberkannt worden war, weil der Schütze wohl im Abseits gestanden hatte. Und noch einmal Pech, als nach dem vergebenen Strafstoß die dritte und letzte hochkarätige Gelegenheit auch nicht saß, weil Dömer den Scharfschuss von Daniel Schürmann herausragend im zweiten Durchgang parierte. Das war es aber auch in Sachen Torchancen, der Gast war auf nicht eine gekommen. Bei Kinderhaus macht sich das Fehlen van Massih Wassey (Bandscheibenvorfall) immer mehr bemerkbar, gehen von ihm doch die Ideen aus, an denen es am Sonntag mangelte. Und auch bei den Fernschüssen und Freistößen könnte die Elf Wassey gut gebrauchen. „Aber das können wir nicht ändern. Er wird uns wohl noch länger fehlen“, kann Möllers in dieser Personalie noch keine Entwarnung geben. Für ihn und sein Team bleibt nur eines: „Wir müssen weiter arbeiten. Irgendwann werden wir uns auch belohnen.“
Westfalia:
Siegemeyer – Schöneberg, Niehues, Graberg, Schürmann – Rensing (62. Haverland), Ritter, Airton – F. Witt (75. Peters), Lautenbach, Hammami (62. J. Witt)

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