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Reiten: Vielseitigkeit in Pratoni del Vivaro

Klimkes Hale Bob scheidet verletzt aus – Siena auf Platz zwei

Münster

Glück und Pech liegen nicht nur im Sport ganz eng beieinander. Das erlebte Ingrid Klimke bei der Vier-Sterne-Vielseitigkeit in Pratoni del Vivaro. Erst sah sie, wie sich ihr Wallach Hale Bob im Gelände am Bein verletzte und ausschied. Dann drehte sie mit Siena just do it eine feine Runde und wurde noch Zweite.

Von Henner Henning

Verletzt schied Ingrid Klimkes Hale Bob aus. Foto: Imago/Ingo Wächter

Ingrid Klimke und ihr Hale Bob waren im Gelände von Pratoni del Vivaro auf Kurs, alles lief wie erhofft. Doch nachdem die Münsteranerin im Sattel des 18-jährigen Routiniers das Wasserhindernis mit dem abschließenden Hindernis 14 c überwunden hatte, stieg sie plötzlich aus dem Sattel.

Klimke spürte, dass bei Hale Bob etwas nicht stimmte, erkannte die später als Sehnenverletzung am linken Vorderbein diagnostizierte Blessur umgehend. „Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt, es fühlte sich unrund an. Er hat sich wohl beim Ausritt aus dem Wasser vertreten“, sagte Klimke, die mit dem Wallach nach der Dressur auf Platz zwei gelegen hatte. „Bobby war gut drauf, war kernig. Die Verletzung war ein richtiger Schock, da sie aus dem Nichts kam.“

Nachdem sich die 54-Jährige um Hale Bob gekümmert und ihn versorgt hatte, stand für sie der zweite Geländeritt an. Mit Siena just do it ging sie als Führende an den Start, im Viereck hatte die Stute das Top-Ergebnis abgeliefert. Auf dem anspruchsvollen Kurs 50 Kilometer vor den Toren Roms aber ließ Klimke ein wenig Federn, büßte durch 5,2 Strafpunkte für die verpasste Zeit den Spitzenplatz ein. Allerdings mit Kalkül, Klimke wählte an einem Hindernis eine „von vornherein geplante Alternative. Ich wollte, dass Siena eine gute Erfahrung sammelt und eine schöne Runde dreht. Durch die Alternative konnten wir die Zeit nicht halten.“

Siena fehlerfrei im Parcours

So ging es von Rang drei aus im Parcours um den Sieg, Klimkes fehlerfreie Runde setzte den führenden Robin Gondel mit Grandeur de Lully sowie den zweitplatzierten Maxime Livio mit Api du Libaire unter Druck. Während der Schweizer cool blieb und sich mit einem Null-Fehler-Ritt den Sieg sicherte, rutschte der Franzose Livio durch zwei Abwürfe noch auf Rang neun. „Siena hat auf sich aufmerksam gemacht. Zweite zu werden, ist ein tolles Ergebnis“, lobte Klimke.

Es war ein Trostpflaster nach dem emotionalen Samstag mit der Verletzung von Hale Bob, der sich nach seiner Rückkehr in Münster weiteren Untersuchungen unterziehen wird. Erst einmal aber wird der Wallach pausieren müssen.

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