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Fußball: 3G für Spieler, Trainer und Helfer

3G für Spieler, Trainer und Helfer - Komplexe Aufgaben an den Stadiontoren

Münster

Auf den Fußballplätzen wird am Wochenende gespielt – das ist das erste und für die meisten schon mal das wichtigste „G“. Doch nicht das einzige: 2G gilt für alle Zuschauer und die meisten Spieler, die aber auch mit einem PCR-Test auflaufen dürfen, während für Trainer, Betreuer und Ehreamtler ein Allergen-Test reicht.

Von Ansgar Griebel

2G oder doch 3G? Es bleibt kompliziert auf Münsters Fußballplätzen.
Foto: Imago

Es bleibt kompliziert: Bevor an diesem Wochenende die ersten Fußballspiele unter der neuen Corona-Schutzverordnung über die Bühne gehen sollen und dürfen, haben der Fußballverband Westfalen und die angeschlossenen Kreise ihre Maßgaben noch einmal überarbeitet und an das vom Land verordnete Regelwerk angepasst – und damit die Prozedur an den Stadion-Toren nicht gerade erleichtert. Demnach ist der 2G-Nachweis zwar weiterhin die Grundlage für den Zugang, kann aber wie in der Schutzverordnung des Landes vorgesehen in Einzelfällen umgangen werden.

Drittes G für Trainer und Betreuer

So dürfen jetzt Trainer und Trainerinnen sowie Betreuer und Betreuerinnen mit dem dritten „G“, also einem aktuellen negativen Allergen-Schnelltest, und dann mit medizinischer Maske auf den Platz. Diese Möglichkeit gilt auch für am Spieltag aktive Ehrenamtler des Vereins. Wer genau zu dieser Gruppe zählt, wird nicht weiter erläutert. „Das bleibt leider unklar“, sagt auch der Corona-Beauftragte des Fußballkreises, Matthias Wobbe. „Der Platzwart, die Einlasskontrolleure, der Mann am Kaffeestand, die Frau hinterm Grill und eigentlich alle, die für den Verein aktiv sind. Das ist leider nicht klar abgegrenzt.“ Der Kreis hätte es seinen Vereinen gerne mit einer konsequenten 2G-Regelung leichter gemacht, ist aber an die Gesetzeslage gebunden. „Das ist sehr unglücklich, zumal den Vereinen auch keine Vorlaufzeit eingeräumt wird, das Ganze irgendwie vorzubereiten.“

Spieler mit PCR-Test

Dazu kommt, dass sich auch nicht immunisierte Aktive freitesten können. Hierzu bedarf es eines PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das allerdings birgt massive Kosten- und Zeitprobleme. Aktuell kosten nicht medizinisch erforderliche private PCR-Tests zwischen 60 und 130 Euro – und sind bedingt durch die massive Auslastung der Labore mitunter schon ungültig, ehe sie ausgeliefert werden. Während also für Trainer Antigen-Schnelltests ausreichen, müssten Spielertrainer einen PCR-Test vorweisen.

Schwere Zeiten an den Toren

All das verkompliziert die ohnehin unangenehme Aufgabe der meist ehrenamtlichen Helfer an den Toren deutlich, zumal vermutlich nicht alle Besucher mit der unverzichtbaren Geduld und dem nötigen Verständnis Nach- und Ausweise zücken. Gleichzeitig droht das Ordnungsamt bei Verstößen den Heimvereinen mit drastischen Geldbußen. Im Gespräch sind Strafen von 2500 Euro pro Fall.

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